Qualitätsfernsehen als Ziel: Grimme-Preise vergeben

14. März 2007, 13:05
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Traditionell dominieren die öffentlich-rechtliche Sender

Düsseldorf - Zwölf Grimme-Preise für Qualitätsfernsehen sind am Mittwoch in Düsseldorf bekannt gegeben worden. Den Löwenanteil heimsten traditionell die öffentlich-rechtlichen Sender ein. Sie kassierten zehn Auszeichnungen. Als einziger privater Sender erhielt ProSieben zwei Grimme-Preise für die Spielshow "Extreme Activity" und die Multi-Kulti-Komödie "Meine verrückte türkische Hochzeit". Zu den erfolgreichen Beiträgen der Öffentlich-Rechtlichen zählen unter anderem der WM-Film "Deutschland. Ein Sommermärchen" (ARD), das Familiendrama "Unter dem Eis" (ARD) mit Bibiana Beglau oder die Doku-Soap "Stellmichein" (ZDF/Arte).

Der Adolf-Grimme-Preis, gestiftet vom Deutschen Volkshochschulverband und seit 1964 vergeben, gilt als die renommierteste Auszeichnung für Qualitätsfernsehen in Deutschland. Prämiert werden alljährlich Produktionen und Fernsehleistungen, die laut Statut "die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können". Vergeben werden insgesamt bis zu zwölf Preise in den Kategorien Fiktion, Unterhaltung sowie Information & Kultur. Die Preisträger werden von unabhängigen Jurys in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt. Zuvor konnten Zuschauer, Sender oder Produzenten Vorschläge einreichen.

Die Siegerliste

Bei der 43. Verleihung werden folgende Filme und Fernsehschaffende ausgezeichnet:

WETTBEWERB "FIKTION"

Grimme-Preis an: Daniel Speck (Buch), Stefan Holtz (Regie), Florian David Fitz, Mandala Tayde (stellv. für das Darstellerteam) für "Meine verrückte türkische Hochzeit" (ProSieben)

Grimme-Preis an: Max Eipp (Buch), Züli Aladag (Regie), Wolf-Dietrich Brücker (Redaktion), Oktay Özdemir und August Zirner (stellv. für das Darstellerteam) für "Wut" (ARD/WDR)

Grimme-Preis an: Aelrun Goette (Regie), Jens Harant (Kamera), Bibiana Beglau (Darstellung) für "Unter dem Eis" (ARD/SWR/rbb)

Grimme-Preis an: Isabel Kleefeld (Buch/Regie), Caroline Peters, Jörg Schüttauf und Matthias Brandt (Darstellung) für "Arnies Welt" (ARD/WDR)

Grimme-Preis an: Rolf Basedow (Buch), Dominik Graf (Regie), Edgar Selge und Rosalie Thomass (Darstellung) für "Polizeiruf 110: Er sollte tot" (ARD/BR)

WETTBEWERB "UNTERHALTUNG"

Grimme-Preis an: Bora Dagtekin (Headwriter), Edzard Onneken und Oliver Schmitz (Regie), Josefine Preuß (stellv. für das Darstellerteam) für "Türkisch für Anfänger" (ARD/BR/NDR)

Grimme-Preis an: Ool Osenbrügge (Formatentwicklung), Kurt Pongratz und Catharina Niens-Klees (Regie), Jürgen von der Lippe (Präsentation) für "Extreme Activity" (ProSieben)

WETTBEWERB "INFORMATION & KULTUR"

Grimme-Preis an: Artem Demenok (Buch/Regie), Andreas Christoph Schmidt (Produktion) für "Deutsche Lebensläufe: Fritz Lang" (ARD/SWR)

Grimme-Preis an: Katrin Rothe (Buch/Regie) für "Stellmichein!" (ZDF/Arte)

Grimme-Preis an: Johann Feindt und Tamara Trampe (Buch/Regie) für "Weiße Raben ­ Alptraum Tschetschenien" (ZDF/Arte)

Grimme-Preis an: Sönke Wortmann (Buch/Regie/Kamera) für "Deutschland. Ein Sommermärchen" (ARD/WDR)

Grimme-Preis an: Ralph Hötte, Kim Otto und Markus Schmidt (stellv. für das Autorenteam) für die Aufdeckung des Skandals "Bezahlter Lobbyismus in Bundesministerien" in "Monitor"-Beiträgen (19.10. und 21.12.2006) (ARD/WDR)

"BESONDERE EHRUNG"

Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes für Verdienste um die Entwicklung des Fernsehens wird vergeben an Hape Kerkeling

SONDERPREIS "KULTUR" DES LANDES NRW

Ben Lewis (Buch/Regie) für "Art Safari" (ZDF/Arte)

PUBLIKUMSPREIS DER "MARLER GRUPPE"

Jo Baier (Buch/Regie), Nadja Uhl und Aaron Altaras (Hauptdarsteller) für "Nicht alle waren Mörder" (ARD/SWR/BR/rbb)

MERCEDES-BENZ-FÖRDERSTIPENDIUM

Thomas Durchschlag (Buch/Regie) für "Allein" (ARD/WDR) (APA/dpa)

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