Arcor profitiert von DSL-Boom - Einstieg in Internet-TV

14. März 2007, 12:19
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Deutscher Festnetzanbieter weiter auf Wachstumskurs

Der deutsche Festnetzanbieter Arcor hat einen deutlichen Schub im Breitbandgeschäft verbucht. Ende Februar sei die Marke von zwei Millionen DSL-Kunden geknackt worden, sagte der Chef der Vodafone-Tochter, Harald Stöber, am Mittwoch vor Beginn der Computermesse CeBIT in Hannover. Zum Jahreswechsel 2005/2006 hatte der zweitgrößte Festnetzanbieter nach der Deutschen Telekom 1,1 Millionen DSL-Nutzer unter Vertrag.

Weiterer Zuwachs

Im Jahresverlauf rechnet Stöber mit einem weiteren Zuwachs. "Unser Wachstum ist ungebremst", sagte er. Bis Ende 2007 erwartet er einen branchenweiten Anstieg auf 18 Millionen DSL-Kunden in Deutschland - ein Plus von rund vier Millionen. Mit dem Ausbau des eigenen Netzes will Arcor "in den nächsten Wochen" 60 Prozent der Bevölkerung erreichen können. Arcor baut parallel zu der bestehenden Infrastruktur ein neues Hochgeschwindigkeitsnetz (Next Generation Network) auf, unter anderem um die Position im Geschäftskundenbereich zu stärken. Der Betrieb des neuen Netzes ist deutlich günstiger, was Preisnachlässe für die Kunden zulässt.

Neue Inhalte

Profitieren will Arcor auch von neuen Unterhaltungsinhalten. Mit dem Start von Fernsehübertragungen über das Internet will das Unternehmen zusätzliche Erlösquellen erschließen. Im Mai läuft ein Pilotprojekt in Kassel an. "Bundesweit eingeführt wird das neue Angebot in der zweiten Jahreshälfte 2007", sagte Stöber. Arcor-Kunden sollen dann 120 TV-Programme zur Verfügung stehen.

Ergebnis

Der hohe Zuwachs bei der DSL-Kundenzahl schlägt sich auch im Ergebnis von Arcor nieder. Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (April bis Dezember) um 12 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro und der Überschuss auf 79 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Arcor noch einen Fehlbetrag von 6 Millionen Euro verbucht. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (bis Ende März) investierte die in Eschborn angesiedelte Gesellschaft 186 Millionen Euro, vornehmlich in den Netzausbau.(APA/dpa)

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