AK-Test: Kinder-Getränke zu süß und teuer

28. März 2007, 17:41
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Kein Getränk von 48 Drinks empfehlenswert - Acht von zehn Produkten ungeeignet

Wien - In Supermärkten verkaufte Kinder-Getränke sind süß, künstlich und teuer. 48 Produkte aus sieben Handelsketten hat die Arbeiterkammer im Jänner getestet. Kein Kinderdrink ist wirklich empfehlenswert, so das ernüchternde Ergebnis. "Lediglich zwei teure Wasser wären geeignet, ich kann sie aber nicht mit gutem Gewissen empfehlen", erklärt AK-Ernährungsexpertin Petra Lehner. Diese seien nämlich genauso gut wie Leitungswasser "und das gibt's gratis."

Kindergetränke

Als Kindergetränke wurden Produkt eingestuft, die durch Verpackung und Werbung auf die besonders junge Zielgruppe abzielen oder das Wort "Kinder" ausdrücklich auf der Verpackung vermerkt hatten. Acht von zehn Getränken (79 Prozent) stellten sich beim AK-Test als ungeeignet für den regelmäßigen Genuss heraus. Die Drinks waren zu süß, enthielten kritische Zusatzstoffe oder Aromen.

Mehr als ein Zehntel Zucker

Vier von zehn getesteten Produkten bestanden laut AK zu mehr als einem Zehntel aus Zucker und seien damit zu süß für ein regelmäßiges Getränk. Jeder vierte Drink war zudem durch künstliche Süßstoffe für Kinder ungeeignet. "Fast alle Produkte enthalten unnötige Zusatzstoffe", so Lehner.

Nur drei Getränke ohne künstliche Zusätze

Nur drei Getränke wiesen keine künstlichen Zusätzen auf. Acht von zehn Drinks waren aromatisiert, mehr als die Hälfte davon künstlich. Bei jedem dritten Produkt wurden keine Angaben zu Kalorien- und Zuckergehalt oder andere Nährwertkennzeichnungen gefunden.

Nur zwei Produkte (fünf Prozent) stellten sich als geeignete Kindergetränke heraus. Es handelt sich dabei um stille Mineralwasser von Vöslauer und Nestle. Sechs Getränke (16 Prozent) sind durch einen moderaten Zuckergehalt und unbedenkliche Zusätze zumindest eingeschränkt empfehlenswert. Diese Produkte kosten laut Lehner allerdings deutlich mehr als herkömmliche Getränke und Mineralwasser.

Es müsse mehr Schutz beim Kauf von Kinderlebensmitteln geben, forderte die AK. Eltern und Kinder müssten durch Einschränkungen bei Werbung und Marketing vor ungeeigneten Produkte bewahrt werden. Neben Anbietern und Werbern, solle auch die EU in die Pflicht genommen werden. Unter anderem seien Einschränkungen in der Gesundheitswerbung und strenge Regelungen für TV-Werbungen notwendig.(APA)

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