Take That gegen ihre Musical-Verarbeitung

15. März 2007, 13:24
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Produzent von "Never Forget": "lockere, frei erfundene Komödie über eine Nachahmerband"

London - Die britische Boygroup Take That will nach einem Medienbericht ein geplantes Musical über ihre Karriere stoppen. Nachdem Gary Barlow, Mark Owen, Jason Orange und Howard Donald zunächst begeistert von dem Stück "Never Forget" gewesen seien, hätten sie es sich angesichts ihres unerwartet erfolgreichen Comebacks anders überlegt und würden nun juristische Schritte gegen die Produktion erwägen, wie die britische Boulevardzeitung "The Sun" am Donnerstag berichtete. Take-That-Choreograph Kim Gavin sei bereits aus dem Team der Musical-Produzenten ausgeschieden. Den Angaben zufolge gingen die Tickets für das Stück am Mittwoch zunächst ohne Einverständnis der Band in den Verkauf. Auf ihrer Website erklärte die Boygroup, das Musical habe "absolut und zu 100 Prozent nichts mit Take That zu tun".

Das Stück "Never Forget" sei eine lockere, frei erfundene Komödie über eine Nachahmerband, gab Produzent Tristan Baker am Mittwoch bekannt. Zu den Songs, die gespielt würden, gehörten Hits wie "Back For Good" und "Relight My Fire". Die Show soll demnach zunächst in Cardiff, Glasgow, Manchester, Stoke-on-Trent und Edinburgh gezeigt und erst anschließend im Londoner Westend aufgeführt werden.

"Wir selbst sind die größten Fans von Take That", sagte Baker. "Und wir sind total aus dem Häuschen, dass wir diese wundervolle Möglichkeit haben, ein neues Musical aufzuführen, das die fantastische Bandbreite ihrer Arbeit zur Grundlage hat." Er rechne mit einem ähnlichen Erfolg, wie es das ABBA-Musical "Mamma Mia" habe. Take That verkaufte in den 90er Jahren rund 19 Millionen Platten. Die Gruppe löste sich 1996 auf. Im vergangenen Jahr fand die Band ohne ihren Superstar Robbie Williams wieder zusammen. Am 26. Oktober spielen "Take That" in der Wiener Stadthalle. (APA)

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