Scheidung von Milliardär Abramowitsch: Trennungsgrund soll 24 Jahre alt sein

22. März 2007, 17:49
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Teure Trennung unter den Reichsten der Reichen ist vollzogen - einvernehmlich

Von Eduard Steiner aus Moskau

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Roman Abramowitsch, der mit geschätzten 19 Milliarden Dollar (14,4 Milliarden Euro) Privatvermögen reichste Russe und laut Forbes-Liste auf Platz 16 weltweit, hat nach 15 Jahren seine Ehe mit seiner Frau Irina aufgelöst. Auch das Vermögen und die Versorgung der fünf gemeinsamen Kinder seien geregelt, berichtete am Dienstagabend sein Pressesekretär John Mann, der sich allerdings über nähere Details ausschwieg.

Vermögensspekulationen

Die Vermögensfrage war schon seit Monaten Gegenstand zahlreicher Spekulationen gewesen. Würde Irina, wie vielfach kolportiert, die Hälfte des Vermögens zufallen, wäre dies die weltweit teuerste Scheidung. Im Herbst jedenfalls waren Informationen kursiert, dass Irina, dereinst Stewardess bei der russischen Fluggesellschaft Aeroflot, entschlossen sei, einen beträchtlichen Teil des Vermögens zu erhalten. Laut Mann sei jedenfalls Abramowitschs Business und sein Fußballclub Chelsea von der Scheidung nicht betroffen.

Trennungsgrund soll 24 Jahre sein

Auch über den Grund der Scheidung wurde viel spekuliert. Hartnäckig hält sich die Variante, dass sich der 40-jährige Oligarch das 24-jährige Fotomodell Darja Žukova angelacht habe.

Waisenkind-Karriere

Abramowitschs Karriere hatte nach der Heirat mit Irina Anfang der 90er-Jahre begonnen. Wirtschaftlich groß geworden ist das ehemalige Waisenkind unter den Fittichen des mittlerweile exilierten Oligarchen und politischen Intriganten Boris Beresowski.

Seit 2003 verkaufte Abramowitsch seine Anteile an Großkonzernen, 2005 veräußerte er seinen Ölkonzern Sibneft, den fünftgrößten in Russland, an Gasprom, wofür er umgerechnet 10,2 Milliarden Euro einstreifte. Dass er davon mindestens die Hälfte mit hochrangigen Beamten teilen musste, gilt unter Branchenkennern als sicher. Im Juni 2006 ist er, der als Gouverneur dem ostrussischen Gebiet Tschukotka vorsteht, mit 41 Prozent beim russischen Stahlkonzern Evraz Group eingestiegen.

Anwesen in Oberösterreich

Bezüge zu Österreich hat Abramowitsch mehrere: 2005 wickelte er kurze Zeit lang seine Exportgeschäfte von Sibneft über Wien ab, kürzlich wurde er im Innsbrucker Spital behandelt, zudem soll er sich für ein großes Anwesen in Oberösterreich interessieren. (Eduard Steiner aus Moskau/DER STANDARD, Prinausgabe 15.3.2007)

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    Roman Abramowitsch und Irina

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    Vorbei sind die Zeiten, in denen Roman Abramowitsch mit seiner Frau Irina gemeinsam als begeisterte Fußballzuschauer auftraten

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