Kunstwelt in Kopien

11. September 2007, 10:18
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Die Glyptothek der Akademie

Nicht nur die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste (mit dem Jüngsten Gericht von Hieronymus Bosch), auch deren Glyptothek ist einzigartig. Die Sammlung der Gipsabgüsse umfasste einst mehr als 700 Objekte aus allen Epochen, doch dann verlor man das Interesse an ihr: Die Glyptothek kam 1935 in Depots und später in die Kartause Mauerbach, was beträchtliche Bestandsverluste nach sich zog. Seit 1996 ist sie in den eindrucksvollen Kellergewölben des Semperdepots untergebracht. Zu den erhaltenen 450 Objekten zählen Gipsabgüsse der Nike von Samothrake und der Pietà Michelangelos. Die vornehmlich im 19. Jahrhundert entstandenen Kopien wurden von den Originalskulpturen abgenommen – ein Vorgang, der heute undenkbar ist. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel sind Besichtigungen leider nur im Rahmen von Führungen in Gruppen und gegen Voranmeldung (01/ 58816-228) möglich. (trenk/STANDARD-Printausgabe, 14. März 2007)
  • Schatz im Semperdepot: die Glyptothek.
    foto: icking

    Schatz im Semperdepot: die Glyptothek.

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