EU will Kampf gegen Aids vorantreiben

13. März 2007, 17:46
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UNO warnt vor Verharmlosung

Bremen - Die Europäische Union (EU) will den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids auf höchster politischer Ebene vorantreiben. Das ist Ergebnis einer zweitägigen Konferenz der EU-Gesundheitsminister und mehrerer hundert weiterer Experten, die am Dienstag in Bremen zu Ende ging. In der "Erklärung von Bremen" verpflichteten sich die Minister unter anderem dazu, sich gemeinsam für preiswerte Aids-Medikamente überall in Europa einzusetzen.

Ein einzelnes Land könne HIV/Aids nicht alleine bekämpfen, betonte die deutsche Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Dies müsse eine "gesamteuropäische Aufgabe" werden. Die Vereinten Nationen (UN) warnten nachdrücklich vor einer Verharmlosung der Krankheit.

Leben ohne Stigmatisierung

"Wir werden alles daran setzen, überall in Europa den Zugang zu Prävention und bezahlbarer Behandlung sicherzustellen und allen Infizierten in Europa ein Leben frei von Stigmatisierung und Diskriminierung zu ermöglichen", sagte Schmidt. Die Pharmaindustrie habe in Gesprächen zugesichert, die Ergebnisse der Konferenz mittragen und nachdrücklich unterstützen zu wollen.

Weltwelt leben rund 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Steigende Neuinfektions-Zahlen werden vor allem aus Osteuropa gemeldet.

Der Chef des Aids-Bekämpfungsprogramms UNAIDS der Vereinten Nationen, Peter Piot, rief die EU vor diesem Hintergrund zu einem stärkeren Engagement bei der Aids-Bekämpfung in Osteuropa auf. (APA/dpa)

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UNAIDS
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