Pjöngjang beschwert sich über Einstellung von UN-Projekten

13. März 2007, 17:06
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Scharfe Kritik an Vereinigten Staaten - "Nicht an Wirtschaftshilfe interessiert, die nur aus politischen Motiven gewährt wird"

Seoul/Pjöngjang - Nordkorea hat sich am Dienstag über die Einstellung von Projekten des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) beschwert. Man sei nicht an Wirtschaftshilfe interessiert, die nur aus politischen Motiven gewährt werde, hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums, die von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Gleichzeitig beschuldigte das Regime in Pjöngjang die USA, bei den Vereinten Nationen eine Schmierenkampagne gegen das Land zu führen.

Das UN-Entwicklungsprogramm hat seine Arbeit in Nordkorea ab dem 1. März ausgesetzt. Damit reagierte UNDP auf amerikanische Kritik, wonach die Organisation eklatant gegen UN-Richtlinien verstoßen habe. Die USA hatten kritisiert, es seien Millionenbeträge in harter Währung nach Nordkorea überwiesen worden, ohne in ausreichendem Maße sicherzustellen, dass das Geld von der Regierung nicht für andere Zwecke wie etwa das Atomprogramm habe abgezweigt werden können. Am gestrigen Montag hatten die Vereinten Nationen bekannt gegeben, nach dem Ende des Programms auch ihre Mitarbeiter aus Nordkorea abzuziehen. (red/APA/AP/Reuters)

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