Kapsch Components erhält hohe CERN-Auszeichnung

21. März 2007, 14:32
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Über 27.000 Komponenten für neuen Beschleuniger produziert - Magnetfelder und Strahlung erfordern hohe Fertigungsqualität

Wien/Genf - CERN, die europäische Organisation für Teilchenphysik, zeichnet jedes Jahr ausgewählte Zulieferfirmen für ihre besonderen Leistungen aus. Dieses Jahr konnte der österreichische Hardwarehersteller Kapsch Components einen Preis ("CMS-AWARD 2007") für die Fertigung von so genannten Optohybride für ein Experiment des neuen Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) erringen, der Ende dieses Jahres in Betrieb gehen soll, teilte das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Kapsch Components liefert seit rund 2,5 Jahren mit den Optohybriden wesentliche Bestandteile für das CMS Experiments (Compact Muon Solenoid). CMS ist eines von mehreren gigantischen unterirdischen Nachweisgeräten, die Spuren der Teilchenkollisionen aufzeichnen, und den Physikern Hinweise auf neue Phänomenen von Materie und Energie geben. Bisher wurden mehr als 27.000 dieser Optohybride in Österreich produziert und an das CERN geliefert.

100.000-faches Erdmagnetfeld

Optohybride sind kleine Leiterplatten, die mit ein bis sechs Laserdioden und einem Monomode-Glasfaserkabel bestückt werden. Die nahe am Detektorring des CMS platzierten Optohybride nehmen die schwachen Signale der Ringsensoren auf und leiten sie über das Glasfaserkabel weiter. Auf Grund der Platzierung sind die für das Experiment essenziellen Platinen dem starken Magnetfeld des CMS (100.000 mal stärker als jenes der Erde) und der bei den Experimenten entstehenden Strahlung ausgesetzt und müssen daher in hoher Qualität gefertigt werden. (APA)

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    Der riesige Compact Muon Solenoid (CMS) bei der Montage im CERN.

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