OPEC-Treffen in Wien - Beibehaltung der Förderquoten erwartet

16. März 2007, 14:24
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Seit Jahresbeginn hat die OMV die Richtpreise an ihren Tankstellen zwei mal gesenkt und daraufhin zweimal erhöht

Wien - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird bei ihrem Treffen am Donnerstag in Wien voraussichtlich eine Beibehaltung der Förderquote beschließen, erwarten Marktbeobachter. Der amtierende OPEC-Generalsekretär Abdalla El-Badri hatte vergangene Woche angekündigt, eine Quotensenkung sei unwahrscheinlich. Der aktuelle Korbpreis von 55 bis 60 Dollar je Barrel (159 Liter) sei angemessen. Auch andere OPEC-Vertreter hatten gemeint, dass man mit dem derzeit stabilen Markt zufrieden sei.

Seit Jahresbeginn hat der österreichische Mineralölkonzern OMV die Richtpreise an seinen Tankstellen zwei mal gesenkt - zu Jahresbeginn - und daraufhin zweimal erhöht. Wobei zuletzt der Dieselpreis gleich blieb.

Ölförderung verringern

Bei ihrer Dezember-Konferenz in Abuja hatten die OPEC-Ölminister beschlossen, die Ölförderung ab 1. Februar 2007 um 500.000 Barrel täglich zu verringern. Das Kartell hatte bereits Mitte Oktober die fast 18 Monate geltende Rekord-Förderquote von 28 Millionen Barrel um 1,2 Millionen Barrel gekürzt und damit den fast zehn Wochen andauernden Preisrückgang für Rohöl gestoppt.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat unterdessen angesichts der Verstaatlichungstendenzen in der Ölindustrie vom Irak über Russland bis Lateinamerika vor einer Überbewertung der Gefahr des Ölnationalismus gewarnt. "Auf dem Ölmarkt ist "Ressourcennationalismus" ein Modewort geworden, doch er ist weder neu noch starr zentralisierten Volkswirtschaften vorbehalten", erklärt die IEA in ihrem neuen Ölmarktbericht. "Alle Staaten, ob in der OECD oder nicht, neigen dazu, höhere Ölpreise zum Vorwand zu nehmen, Einkommensflüsse zu ihren Gunsten umzulenken." (APA/Reuters)

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