Die letzten Asiatischen Geparde unter Beobachtung

18. März 2007, 10:00
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Wiener Veterinärmediziner erforschen austerbende Großkatzen im Iran und legen drei von ihnen GPS-Halsbänder an

Wien - Wissenschafter der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) sind an einer groß angelegten Forschungs- und Rettungsaktion für den Asiatischen Geparden im Iran beteiligt. Die Tiere stehen knapp vor der Ausrottung, nun wurden unter der Leitung des Wildlife Conservation Society (WCS) zwei Exemplare mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Chris Walzer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der VUW ist für Narkosen und tierärztliche Belange zuständig.

Der Asiatische Gepard war einst zwischen dem Roten Meer und Indien weit verbreitet. Nun kommen die Raubkatzen nur mehr im Iran am Rand der extrem trockenen Kavir Wüste vor. Nach Schätzungen der Iranischen Umweltbehörde gibt es noch 60 bis 100 dieser Tiere, damit ist der Asiatische Gepard eine der am stärksten bedrohten Katzenarten der Erde.

Durch die Ausstattung von zwei männliche Geparden mit GPS-Halsbändern wollen die Wissenschafter mehr über die ökologischen Bedürfnisse dieser Tierart herausfinden. Sicher ist bisher nur, dass die Geparden große Gebiete brauchen um zu überleben. Zusätzlich zu den Asiatischen Geparden wurde auch ein Persischer Leopard mit einem Sendehalsband versehen.

Weitere Sender sollen folgen

"Da diese zwei Katzenarten gemeinsam vorkommen und vermutlich in einer Konkurrenzsituation zu einander stehen, sind Erkenntnisse über den Leoparden ganz essenziell für die langfristigen Schutzmaßnahmen", so Walzer. Das Projektteam plant, noch weitere vier Geparden sowie zwei Persische Leoparden in diesem Jahr mit Sendern auszustatten. (APA)

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    Die letzten ihrer Art: Drei Asiatische Geparde gingen im Juni 2005 in der iranischen Kavir Wüste in eine Foto-Falle.

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