Flash und Handys sind keine guten Datenspeicher

22. März 2007, 10:51
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Bandlaufwerk, DVD oder Festplatte sind gute Datenspeicher, so ein Datenrettungsunternehmen

Daten werden gespeichert und trotzdem verloren, diese Erkenntnis erleben immer mehr AnwenderInnen, so eine Aussendung des Datenrettungsunternehmens Kuert. Viele Speichermedien seien für das Sichern von Daten einfachnicht optimal und ein gutes Medium hilft vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Flash ist kein guter Speicher

Datenverlust kann grundsätzlich natürlich überall drohen, aber die böse Überraschung kommt dennoch bei einigen Speichermedien häufiger vor, vor allem bei mobilen Geräten. "Denn in handelsüblichen Digitalkameras, MP3-Playern, Mobiltelefonen und USB-Sticks kommt eine noch relativ neue Speichertechnologie zur Anwendung: Flash-Speicher gelten als besonders stoßfest und robust. Dieser Speichertyp ist allerdings fehleranfälliger, als in Fachkreisen zunächst angenommen", so die Aussendung von Kuert. "Je häufiger Daten hinaufgespielt werden, desto stärker macht sich Materialermüdung bemerkbar, die langfristig zu Totalausfall führen kann. Fotos, Kontakte, Dokumente oder Musik lassen sich dann mit herkömmlichen Technologien nicht mehr auslesen."

Forschungsprojekt

Dies ist das Ergebnis eines zweijährigen Forschungsprojektes des ungarischen Datenrettungsunternehmens Kuert, das mit Tochtergesellschaften in Österreich und Deutschland zu den Marktführern auf diesem Gebiet zählt. Mehr als 2.600 defekte Speicher, davon mehr als 15 Prozent Flash-Speichermedien, wurden vom Unternehmen im Vorjahr mit einer eigens dafür entwickelten Technologie wieder hergestellt. In mehr als 60 Prozent der Fälle war Materialermüdung die Fehlerursache bei Flash-Karten. "Die Dunkelziffer an defekten Flash-Speichern liegt wesentlich höher. Vor allem Klein- und Mittelbetriebe sowie Selbständige und Privatanwender sind von dem Problem betroffen, da in diesem Segment oft keine professionelle Datensicherung durchgeführt wird", warnt Harald Fasching, Geschäftsführer von Kuert Österreich.

Missbrauch

USB-Sticks würden gern zur Datensicherung "missbraucht", ebenso das Handy für die Sicherungskopie des Adressenbestandes auf dem PC. Aber auch Fotografen erleben ein unliebsames Erwachen, wenn wertvolle Aufnahmen eines zweiwöchigen Reise-Shootings oder einer wichtigen Firmenveranstaltung plötzlich nicht mehr abrufbar seien, berichtet der Dattenretter aus der Praxis.

Völlig unerwartet

Materialermüdung kündigt sich nicht durch leichte Störungen an, sondern ein Defekt des Speichermediums tritt nach längerer Benutzung meist völlig unerwartet auf. Als Tipp erklärt Fasching: "Man kann Flash Memories wie zum Beispiel den USB-Stick zur Datenübergabe oder -sicherung verwenden, wenn man mehrere Kopien auf verschiedenen Datenträgern anlegt. Die Daten sollten aber nicht länger als zwei bis drei Jahre darauf verbleiben." Zu den sichersten Speichermedien für die Datensicherung gehören nach wie vor Bandlaufwerk, DVD oder Festplatte.(red)

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Kuert

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