Kader für Kader zerlegt

15. März 2007, 03:03
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Das österreichische Filmemacherpaar Hiebler/Ertl (de)konstruiert mit gefundenem Filmmaterial neue Experimentalfilme: "Deconstructed Icons"

Wien - Das österreichische Filmemacherpaar Sabine Hiebler und Gerhard Ertl schreibt seit 1999 Drehbücher für Spielfilme und führt Regie. Seit Anfang der 90er Jahre arbeiten die beiden aber auch mit gefundenem Filmmaterial, etwa aus Heimatfilmen, Western oder Werbespots. Grund genug für den Avantgarde-Verleih sixpackfilm, Hiebler/Ertl morgen (14. März) im Wiener Topkino eine Werkschau zu widmen. Zu sehen sind die zehn experimentellen Filme unter dem Titel "Deconstructed Icons" ab 19 Uhr.

Kader für Kader filmen Sabine Hiebler und Gerhard Ertl ihr Ausgangsmaterial ab und entdecken geheimnisvolle Codes und Symboliken, schreibt sixpackfilm-Chefin Brigitta Burger-Utzer in der Aussendung. "Häufig arbeiten sie dabei mit Solarisation, welche die Umrisse leuchten lässt und einen Schleier über die Abbildungen legt. Bei der Analyse des Ausgangsmaterials gehen sie weniger ordnend vor als komprimierend und verdichtend. Die Wiederholung und das in einer Schleife gesampelte footage bestimmen die Dramaturgie der visuellen und tonalen Ebene." Hiebler und Ertl werden an dem Abend anwesend sein. (APA)

  • "Transcoder (Understanding Lydia)" 
   Sabine Hiebler, Gerhard Ertl (1998, 3 min)
    foto: sixpackfilm

    "Transcoder (Understanding Lydia)"
    Sabine Hiebler, Gerhard Ertl (1998, 3 min)

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