Umfrage: Bayrou würde Sarkozy schlagen

15. März 2007, 15:09
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Gute Chancen, falls UDF-Kandidat Sprung in Stichwahl schafft - Sozialistischer Ex-Minister Allegre wählt nicht Segolene Royal

Paris - Sollten im zweiten Durchgang der französischen Präsidentenwahl der Zentrumsbürgerliche Francois Bayrou (UDF) und der konservative UMP-Chef Innenminister Nicolas Sarkozy gegeneinander antreten, so würde der UDF-Chef mit einem großen Vorsprung von 55 Prozent der Stimmen gewinnen. In einem Duell gegen die Sozialistin Segolene Royal (PS) hat dagegen Sarkozy mit 52 Prozent die Nase vorn. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts LH2.

Im ersten Durchgang liegt nach wie vor Sarkozy mit 28 Prozent der Stimmen vorne, gefolgt von Royal mit 26 Prozent (minus 1 Prozent) und Bayrou mit 22 Prozent (plus 2 Prozent). Der rechtsextreme Jean-Marie Le Pen ("Front National"/FN), der 2002 in die Stichwahl gekommen war, liegt nunmehr mit 13,5 Prozent (minus 0,5 Prozent) an vierter Stelle. Keiner der übrigen Kandidaten bringt es im ersten Durchgang auf mehr als 2,5 Prozent der Stimmen. Für die Umfrage wurden am 12. und 13. März 1000 stimmberechtigte Franzosen befragt.

Der sozialistische Ex-Erziehungsminister Claude Allegre will nicht Royal wählen. "Nein, ich werde nicht für Segolene Royal stimmen", betonte Allegre am Dienstag im Pariser Radiosender RTL und fügte hinzu: "Meine persönlichen Überzeugungen als Wissenschafter sind stärker als jede andere Erwägung. Die Meinungsverschiedenheiten sind vor allem theoretisch." Als konkrete Punkte der Uneinigkeit nannte der langjährige Freund des Ex-Premierministers Lionel Jospin (PS) die Nuklearenergie, die Royal reduzieren will, sowie die genetisch veränderten Pflanzen, gegen die sich die Sozialistin ausgesprochen hat. "Ich aber denke, dass der Sozialismus darin besteht, mit dem Fortschritt zu sein. Also kann ich sie nicht unterstützen", sagte Allegre. (red/APA)

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