"Wenn schon Raubkopien, dann aus unserem Haus"

23. Juli 2007, 12:49
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Microsoft-Manager spricht sich für ein geschickt dosiertes Vorgehen gegen Raubkopierer aus

Microsoft und seine weitverbreiteten Softwareprodukte - Windows und Office - verhalten sich zu Raubkopien, wie Licht und Schatten. Wo das eine ist, ist auch das andere nicht weit. Dies weißt natürlich auch Microsoft und setzt daher seit Jahren auf die Dienste der BSA und die Ermittlungen der Behörden. Nun hat ein Microsoft-Manager aber auch eine positive Seite am Raubkopierertum gefunden, was natürlich nicht heißt, dass man es nun tolerieren werde.

"Wenn schon, dann von uns"

Jeff Raikes, seines Zeichens Chef der Business Division bei Microsoft, meinte, laut einem Bericht der Informationweek, auf der Morgan-Stanley-Konferenz vergangene Woche in San Francisco, dass, wenn schon Software illegal verwendet wird, es dann am besten sei, wenn es sie von Microsoft stamme. Raikes meinte damit, dass ein Teil der "Software-Piraterie" dem Softwarekonzern helfe, denn sonst würden einige AnwenderInnen vermutlich nicht in Kontakt mit Microsoft-Software kommen.

Der Kampf geht weiter

Natürlich sei dies nicht als Ende aller Aktivitäten im Kampf gegen illegale Raubkopien zu werten. Microsoft werde weiterhin, vor allem im Business-Segment nach dem rechten Einsatz von Software sehen. Raikes sprach sich für ein dosiertes Vorgehen gegen Raubkopien aus. Die AnwenderInnen nicht lizensierter Produkte sollten sich so zu zahlenden KundInnen entwickeln. Laut Schätzungen von Raikes liegt der Anteil illegal in den USA in Umlauf befindlicher Versionen bei Microsoft Office zwischen 20 und 25 Prozent.

"Pay-as-you-go-Software"

Auch ein neues Geschäftsmodell sei derzeit angedacht. Unter der Bezeichnung "Pay-as-you-go-Software" wird derzeit ein Modell für Menschen mit niedrigem Einkommen ausgetüftelt, das sich an den Preismodellen von Mobilfunkunternehmen in "aufstrebenden Märkten orientiere".(red)

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