Paparazzi-Skandal: Berlusconi zahlte 20.000 Euro

19. März 2007, 15:15
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Für Fotos von seiner Tochter - Künstlermanager soll Mädchen "geliefert" haben

Der Paparazzi-Skandal in Italien - Prominente wurden mit "Meuchel-Fotos" erpresst - hat auch TV-Zar Silvio Berlusconi einiges an Kleingeld gekostet. Der frühere Premierminister hat, wie italienische Medien am Dienstag berichteten, 20.000 Euro für kompromittierende Bilder von seiner Tochter Barbara gezahlt. Verhaftet wurde der Promi-Fotograf Fabrizio Corona, der in Italien bekannte Künstlermanager Lele Mora steht ebenfalls unter Verdacht und darf das Land vorläufig nicht mehr verlassen.

Barbara Berlusconi "beschwipst"

Corona soll Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Sport und dem Show-Business mit Fotos erpresst haben, die er in kompromittierenden Situationen machte. Lele Mora soll TV-Sternchen und Schauspieler auf Partys und Yachten gelockt haben - und damit vor die Linse des Fotografen. So wurden Starlets beim Koksen oder intimen Treffen "geblitzt". Barbara Berlusconi wurde im September beschwipst mit einem jungen Mann am Eingang einer Mailänder Disco abgelichtet.

Auch der Spross der Unternehmerfamilie Agnelli, Lapo Elkann, der im Oktober 2005 nach einem Abend mit Drogen ins Koma fiel, wurde erpresst. Corona hatte ein Interview mit einem der Transvestiten gemacht, der den Abend mit dem jungen Manager verbracht hatte. Der Fotograf forderte 200.000 Euro von den Agnellis und drohte, das Interview sonst an einen TV-Sender zu verkaufen.

Aufgedeckt wurde der Paparazzi-Skandal vom Staatsanwalt der süditalienischen Stadt Potenza, Henry John Woodcock, der im Juni vergangenen Jahres Vittorio Emanuele von Savoyen wegen Zuhälterei verhaftet hatte. Der italienische "Kronprinz" soll Lele Moras Mädchen an reiche Kunden des Casinos von Campione vermittelt haben. (APA)

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