"Man wird uns auf die Finger schauen"

31. März 2007, 20:09
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Klub-Bosse von Sturm und GAK kämpfen um die Lizenz - Beim GAK gilt es nun das Geld für den Zwangsausgleich aufzutreiben

Graz - Stephan Sticher (GAK) und Hans Rinner (Sturm Graz), die beiden Präsidenten der Grazer Fußball-Top-Klubs, haben sich am Montagabend im steirischen Presseclub in Graz den Medienvertretern gestellt. "Wir wissen, dass man uns bei der Lizenzierung ganz genau auf die Finger schauen wird", meinten die Bosse der finanziell angeschlagenen Vereine unisono.

Der GAK hat am Montag die für die Fortführung des laufenden Spielbetriebs nötige Kaution von 650.000 Euro beim Masseverwalter Norbert Scherbaum hinterlegt. Sticher gestand, dass noch eine "Kleinigkeit" dieses Betrags fehle. "Aber das wird nachgereicht."

Die Schwierigkeiten bei den Grazern sind nach wie vor groß. Nun gelte es die für den Zwangsausgleich nötigen 1,3 bis 1,5 Mio. Euro aufzutreiben. Und auch das Geld für die Lizenzierung der Saison 2007/08, der GAK strebt wie Sturm ein Budget von 6 Mio. Euro an, muss an Land gezogen werden. Dieser Betrag müsse laut Sticher "voll abgesichert" sein.

Für Aufstockung der Liga

Sticher sprach sich im Rahmen des Presseabends auch für eine Aufstockung der T-Mobile-Liga aus. "Dadurch könnte man die Jugend besser einbauen."

Sturm wollte die Lizenzierungsunterlagen am Dienstag abschicken. Das Budget soll im Vergleich zur laufenden Saison um 0,5 Mio. Euro gesenkt werden. "Das Budget ist zu hundert Prozent abgesichert", versicherte Rinner.

Am Sonntag treffen die Erzrivalen im Grazer Derby aufeinander, der GAK ist derzeit Achter, Sturm Zehnter und Letzter. "Wir werden ein sehr spannendes Derby erleben", war sich Sticher sicher. Sein Gegenüber Rinner meinte: "Mit der Roten Laterne ins Derby zu gehen, ist nicht lustig. Aber Sturm hat in den vergangenen Jahren schon viele Tiefs durchgemacht, wir werden auch das jetzige überstehen. Ich bin überzeugt, dass wir nicht absteigen." (APA)

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