Und weiter hoffen auf Sinn

12. März 2007, 22:19
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Samuel Becketts "Endspiel" im Bregenzer Theater am Kornmarkt

Hamm (Franz Nagel), der Tyrann, und Clov (Mario Plaz), sein Diener, haben sich in einer ausweglosen Symbiosebeziehung verstrickt. Sie hassen sich, aber sie kommen nicht voneinander los. "Nichts ist komischer als das Unglück", schreibt Samuel Beckett in seinem Endspiel und in diesem Sinne hat Rüdiger Pape in seiner Inszenierung am Landestheater Vorarlberg das Komödiantische, das Clowneske betont.

In einer Szene setzen sich die beiden rote Nasen auf. Hamm drangsaliert seine beiden Eltern (Eva Horstmann, Peter Herff) bis zu ihrem Hungertod. Gerade da, wo das Elend am Größten ist, hier bei diesen armen alten Gespenstern, ist so etwas wie Menschlichkeit spürbar, Liebe und Erinnerung an eine freundliche Vergangenheit. Großartiges Theater, fantastisches Bühnenbild von Ursula N. Müller. (mh/ DER STANDARD, Printausgabe, 13.03.2007)

Theater am Kornmarkt
Seestraße 2, 6900 Bregenz, (05574) 428 70
20 Uhr
  • Artikelbild
    foto: theater am kornmarkt
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