Austria und Rapid müssen zahlen

13. März 2007, 13:49
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Senat 1 verhängte nach Derby-Krawallen jeweils Höchststrafe: 50.000 Euro für die Austria, 10.000 Euro für Rapid

Wien - Die schweren Fan-Krawalle beim 280. Wiener Fußball-Derby am 4. März haben Austria und Rapid Geldstrafen eingebracht. Die Violetten müssen 50.000 Euro und die Grün-Weißen 10.000 Euro Strafe zahlen. Das hat am Montag der Senat 1 der Liga bei seinem Meeting unter Vorsitz von Norbert Wess beschlossen. Es handelt sich dabei jeweils um die Höchststrafen im Rahmen der Bedingungen.

Die Austria fasste die höhere Strafe aus, da sie als Veranstalter des Derbys fungierte. Dadurch sei die Höhe der Strafen laut Wess durchaus miteinander zu vergleichen. "Die Hauptverantwortung in rechtlicher Sicht trägt stets der gastgebende Verein als Veranstalter. Auf Grund der massiven Vorfälle im Horr-Stadion waren wir zur Verhängung dieser drastischen Strafen gezwungen und mussten ein entsprechendes Signal setzen", meinte Wess, der als stellvertretender Vorsitzender den erkrankten Manfred Luczensky ersetzte.

Möglichkeit zum Protest

Wess erklärte weiter: "Rechtlich haben die Klubs die Möglichkeit, sich an den Übeltätern nicht nur bezüglich der Schäden im Stadion, sondern auch hinsichtlich der heutigen Strafen zu regressieren." Die Klubs haben zudem die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen Protest beim Protestkomitee einzureichen.

Die Austria bekam die Höchststrafe auf Basis der "Vorschriften für die Strafausschüsse" nach Paragraf 25, mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen, aufgebrummt. Rapid muss nach Paragraf 26, Störung des Spieles durch einen Gastverein, den dafür möglichen Höchstbetrag überweisen.

Beide Fan-Gruppen hatten im Rahmen des Derbys im Horr-Stadion, das die Austria mit 2:1 für sich entschied, für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Aus dem Sektor der Austria-Fans kamen u.a. zahlreiche bengalische Feuer geflogen, eines davon traf Rapid-Tormann Helge Payer auf dem Oberschenkel. Teile des Rapid-Anhangs hatten sich im Stadion heftige Auseinandersetzungen mit der Exekutive geliefert und diese u.a. mit herausgerissenen Eisenbänken beworfen. Auch nach und vor dem Spiel kam es zu zahlreichen Schlägereien.(APA)

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