Innsbruck: Kürzungen für Jugendzentrum Z6

15. März 2007, 11:57
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15.000 Euro weniger Budget

Dem Innsbrucker Jugendzentrum Z6 wurde seitens des Landes die Förderung um 15 Prozent gekürzt, was sich im Budget mit 15.000 Euro weniger niederschlägt, sagt dessen Leiterin Katharina Hölbing. In einem Bescheid verknüpft nun das Land die reduzierte Förderung mit der Forderung, die bisherigen Personalstunden aufrecht zu erhalten. "Uns wird nichts anderes übrig bleiben als das achtköpfige Team zu kündigen und zu schlechteren Bedingungen wieder anzustellen", sagt Hölbing.

Das Z6 ist seit 38 Jahren in der offenen Jugendarbeit tätig. Schon einige Jahre liegt der Schwerpunkt in der Arbeit mit jugendlichen Migranten, die zuletzt 90 Prozent der Besucher stellten. Neben Freizeitarbeit bietet das Z6 auch Familien- und Drogenberatung an.

Jugendlandesrätin Elisabeth Zanon (ÖVP) verteidigt die lange angekündigten Kürzungen und wirft dem Z6 vor, "keine konstruktiven Vorschläge" vorgelegt zu haben. Hölbing spricht von einem erfolgreichen und evaluierten Konzept, von dem man keine Abstriche machen wollte. Zanon würde dem Z6 seit Monaten einen Gesprächstermin verweigern. Hölbing kritisiert auch eine "Jugendoffensive 2007" Zanons, bei der viel Geld in PR fließe. (hs/DER STANDARD-Printausgabe, 13.03.2007)

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