Regierung verlegt Sitz in Hauptstadt Mogadischu

13. März 2007, 17:52
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171 Abgeordnete des Parlaments stimmten für den Umzug der Übergangsregierung

Baidoa - Trotz anhaltender Gewalt in Mogadischu wird die somalische Regierung ihren Sitz wieder in die Hauptstadt Somalias verlegen. Am derzeitigen Regierungssitz Baidoa, 250 Kilometer nordwestlich von Mogadischu, stimmten am Montag 171 Abgeordnete des somalischen Parlaments für den Umzug der Übergangsregierung, bei neun Gegenstimmen und zehn Enthaltungen. Die Regierung werde sich nach Mogadischu begeben, sobald ein entsprechender Sicherheitsplan verabschiedet worden sei, sagte Informationsminister Madobe Numow.

Das seit Ende 2004 bestehende somalische Parlament hatte zunächst im benachbarten Kenia getagt und seinen Sitz dann wegen der schlechten Sicherheitslage in Mogadischu nach Baidoa verlegt. In der Hauptstadt des Landes, in dem 16 Jahre lang Bürgerkrieg herrschte, gibt es fast täglich gewaltsame Zwischenfälle. Vergangene Woche waren die ersten Friedenssoldaten der Afrikanischen Union eingetroffen, die ein sechsmonatiges Mandat der UNO haben. (APA)

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