Fitmacher oder Konsumentennepp?

9. Oktober 2007, 14:46
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Durch den Angebots­dschungel von Nahrungs­ergänzungen und Funktionellen Lebensmitteln hilft eine neue AK Broschüre

Wien - Magermilch mit 0,1 Prozent Fett, Fastenmilch mit 0,9 Prozent Fett, Light-Milch mit 1,5 Prozent Fett und auch noch laktosefreie Milch. "Das Lebensmittelangebot wird für Konsumenten immer unüberschaubarer", sagt AK Ernährungsexpertin Petra Lehner. "Die Werbung verspricht viel, und die Produkt-Kennzeichnung ist oft verwirrend und unverständlich." Hinzu kommt, dass Verbraucher nicht wissen (können), wie viel Vitamine oder Kalzium sie brauchen, oder ob Aloe Vera, probiotische Bakterien oder Himalajasalz überhaupt nötig sind. Eine neue AK Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp" klärt auf.

Nahrungsergänzungen allgegenwärtig

Geht es nach der Werbung, möchte man glauben, dass der Körper ohne Produkte mit dem gewissen Gesundheits-Etwas nicht mehr auskommen, zum Beispiel Brot mit Vitaminen, Joghurts mit guten Bakterien, Wellnessgetränke gedopt mit Kräutern, Margarine mit Omega-3-Fettsäuren oder Kalziumschokolade für starke Knochen. All das soll frühzeitigem Altern, Haut- und Zellschäden, brüchigen Knochen, Leistungsschwächen oder Verdauungsprobleme vorbeugen. Kann man heute überhaupt noch ohne Nahrungsergänzung überleben? Hat die Industrie alle "gesunden" Bestandteile nun endgültig aus unserem Essen entfernt, dass heute so viel wieder extra zugesetzt werden muss? Sind die neuen Joghurt tatsächlich gesünder als die herkömmlichen, nur weil "pro", "prä" oder "vital" draufsteht?

Teurer, aber meist unnötig

"Viele Versprechungen sind überzogen", schlussfolgert Lehner. In einer neuen AK Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp" sind die AK Konsumentenschützer diesen Fragen nachgegangen und kommen zum Schluss, dass Nahrungsergänzungsmittel und Funktionelle Lebensmittel "Luxus" sind. Sie kosten meist mehr, und Konsumenten brauchen sie nicht unbedingt. "Eine gesunde Ernährung ist mit normalen Lebensmitten möglich", betont Lehner. "Nur in manchen Lebenssituationen sind spezielle angereicherte Produkte oder Nahrungsergänzungen tatsächlich sinnvoll oder nötig, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit oder bei Lebensmittelallergien", erklärt die AK Ernährungsexpertin.

Die neue AK Broschüre "Fitmacher oder Konsumentennepp - Nahrungsergänzungen und funktionelle Lebensmittel, wer braucht sie wirklich" erklärt grob die Zusammenhänge zwischen Essen und Gesundheit. Außerdem beleuchtet die Broschüre welche Nahrungsergänzungen und funktionelle Lebensmittel es heute in Österreich gibt und wann es wirklich Sinn macht, sie zu essen. (red)

Broschüre:
kostenlos am Bestelltelefon unter 310 00 10 362
im Internet Seite der AK
  • Das Angebot an Nahrungsergänzungen im Kühlregal ist beinahe unüberblickbar
    foto: pixelquelle.de

    Das Angebot an Nahrungsergänzungen im Kühlregal ist beinahe unüberblickbar

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