Australien: Mitten in der Dürre erblüht eine Oase

21. März 2007, 16:03
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Eyre-See meist von trockenen Salzflächen geprägt - Regenfälle lassen Fisch- und Krabbenbestände explodieren, und diese locken Vogelmassen an

Canberra - Heftige Regenfälle in Australien haben dem die meiste Zeit über von trockenen Salzflächen geprägten Eyre-See eine äußerst seltene Explosion des Vogel- und Fischlebens beschert. Die überlaufenden Flüsse fluteten das gigantische Bassin im Süden des Kontinents und lockten Heerscharen von Vögeln in das australische Hinterland. Die Wüste verwandelte sich in eine Oase des Lebens.

"Die Vögel wirken wie ein großer dunkler Vorhang am Himmel", sagte Charterflug-Anbieter Trevor Wright der Nachrichtenagentur Reuters am Montag nach einem Rundflug. Die Wassermassen hätten Millionen von Krabben und andere Schalentieren zum Schlüpfen gebracht. Riesige Fischschwärme strömten in den See. "Es ist ein wahrer Eiweiß-Schmaus für die plantschenden Vögel. Sie müssen nur da sitzen und den Schnabel aufmachen", erklärte Wright weiter.

Nach Angaben des Nationalparks ist noch unklar, ob die Regenfälle in diesem Jahr ausreichen, um das gesamte Eyre-Bassin zu füllen. Seine maximale Tiefe von fünf Metern und damit auch seine größte Ausdehnung erreichte der See 1974 das letzte Mal.(APA/Reuters/red)

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    Der Wasserpegel im Eyre-See steigt: ein seltenes Ereignis.

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