Menschenschnupperkurse für Berggorillas

12. März 2007, 14:05
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Uganda will weitere Gruppen der scheuen Primaten an Touristen gewöhnen - an der Existenzbedrohung der Spezies ändert dies freilich nichts

Kampala - Uganda will auf Grund des großen Interesses an Berggorillas eine höhere Zahl der vom Aussterben bedrohten Tiere an Touristen gewöhnen. In diesem Jahr würden im Bwindi-Nationalpark zwei zusätzliche Gruppen der scheuen Spezies an Menschen gewöhnt, sagte die Sprecherin der ugandischen Wildtierbehörde, Lillian Nsubuga, am Montag. Dies werde ein bis zwei Jahre dauern.

Im Bwindi-Nationalpark wurden bereits vier Gruppen von Berggorillas so erzogen, dass sie sich nicht vor Menschen fürchten. Auf Grund der steigenden Urlauberzahl sei derzeit die Nachfrage größer als das Angebot, sagte Nsubuga. Die Menschenaffen sind als Touristenattraktion eine wichtige Einkommensquelle für Uganda. Urlauber zahlen umgerechnet 285 bis 380 Euro, um eine Stunde auf den Spuren von Berggorillas zu verbringen.

Der Bwindi-Impenetrable-Nationalpark im Südwesten Ugandas beherbergt die meisten Berggorillas des Landes. Weltweit gibt es von den vom Aussterben bedrohten Primaten nur 700 Exemplare. Sie leben außer in Uganda auch in den Nachbarländern Ruanda und Demokratische Republik Kongo. (APA)

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