Einstiegshelfer in nervösen Marktphasen

13. März 2007, 07:00
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Mit Zertifikaten zum optimalen Zeitpunkt in den Markt einsteigen - von Christian Scheid

Die deutliche Korrektur der letzten Tage sorgt bei vielen Anlegern für steigende Nervosität. Doch eigentlich ist bislang nichts Schlimmes passiert, die führenden Indizes liegen immer oberhalb ihres Niveaus vom Jahresanfang. Trotzdem üben sich viele Investoren gerade jetzt in Zurückhaltung, wenn es um das Thema Neuinvestitionen geht. Denn die Konsolidierung könnte ja noch weitergehen. Ein Produkt, welches Anlegern das Timing für den optimalen Einstiegszeitpunkt abnimmt, ist das „Best In“-Zertifikat der HVB (ISIN DE 000 HV2 AWH 0), welches bereits seit einigen Tagen gehandelt wird. Der für die Rückzahlung am Laufzeitende relevante Startwert ergibt sich aus dem niedrigsten Stand des EURO STOXX 50 in der Zeit von Ende Februar 2007 bis Ende Februar 2008. Bis zum Laufzeitende im Mai 2011 partizipieren Anleger dann, ausgehend vom optimierten Startwert, im Verhältnis „eins zu eins“ an der Entwicklung des Index.

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Der Euroland-Index darf ab März 2008 bis zum Laufzeitende nicht um 50 Prozent unter das Ausgangsniveau von Ende Februar 2007 fallen. Zu diesem Zeitpunkt notierte der EURO STOXX 50 exakt bei 4.156,73 Zählern. Die relevante Schwelle ist also bei 2.078,37 bereits fixiert. Davon ist der Leitindex auch nach der Marktschwäche noch komfortable 46,3 Prozent entfernt. Sollte die Sicherungslinie trotzdem verletzt werden, ist der „Best In“-Mechanismus verloren. Sie haben dann ein laufzeitbeschränktes Index-Zertifikat mit einem Startwert bei 4.156,73 Zählern im Depot.

Auch ING bietet noch zum bis 23. März ein ähnliches Produkt zur Zeichnung (ohne Agio) an. Beim „ING Best Strike Europe“-Zertifikat (ISIN XS 028 877 358 2) entspricht der optimierte Einstiegswert dem niedrigsten Stand des EURO STOXX 50 in der Zeit von Ende März 2007 bis Ende März 2008. Hier wird bei 70 Prozent des nicht optimierten Startwerts vom 26. März 2007 eine Barriere eingezogen. Diese ist nur stichtagsbezogen zum Laufzeitende relevant und kann sogar noch tiefer liegen, wenn der Index in der Optimierungsphase mehr als 30 Prozent verlieren sollte. Sofern der EURO STOXX 50 im April 2012 um mehr als 30 Prozent unter dem nicht optimierten Startwert notiert, tragen Anleger Verluste im Verhältnis „eins zu eins“. Allerdings wird dann das Minus auch von diesem nicht optimierten Wert berechnet, was die Verluste natürlich erhöht. Sollte das Minus hingegen dann kleiner als 30 Prozent sein, gibt es den Nominalwert zu 100 Prozent zurück. Bei Gewinnen sind Sie jedoch immer von der optimierten Ausgangsbasis „eins zu eins“ nach oben dabei.

Fazit: Beide Produkte sorgen für ein optimiertes Einsteigen in die Märkte. Dank der kürzeren Laufzeit und der weit entfernten Schwelle ist das HVB-Produkt zu bevorzugen. Bei leicht fallenden Märkten schneiden Sie jedoch mit dem ING-Zertifikat dank des Risikopuffers von 30 Prozent besser ab als beim Papier der Italo-Münchner.

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