Rückkehr der IAEO-Inspektoren noch nicht fix

12. März 2007, 08:57
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IAEO-Direktor ElBaradei trotzdem optimistisch - Inspektoren sollen Abschaltung von Atomanlagen überwachen

Wien - Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) in Wien, Mohamed ElBaradei, ist optimistisch, bei seinem Besuch in Nordkorea neue Bedingungen für eine Rückkehr der IAEO-Inspektoren in das Land zu verhandeln. ElBaradei sagte am Sonntag vor seinem Abflug nach Pjönjang vor Journalisten in Wien: "Wir waren lange nicht vor Ort. Ich freue mich, zurückzukehren und einen neuen Rahmen für die Zusammenarbeit zu entwickeln."

Der IAEO-Chef reist auf Einladung Nordkoreas nach Pjönjang, um Details des Sechser-Abkommens mit China, Russland, den USA, Japan und Südkorea über die atomare Abrüstung des Landes zu diskutieren. ElBaradei sagte, er hoffe auf die Zustimmung Nordkoreas, IAEO-Inspektoren ins Land zu lassen, um die vereinbarte Abschaltung des Atomreaktors Yongbyon und einer Wiederaufbereitungsanlage zu überwachen. Das Sechser-Abkommen vom 13. Februar sieht die Schließung der Anlagen unter UN-Aufsicht vor.

"Dies ist jedoch nur der erste Schritt in einem langen Prozess", warnte ElBaradei. Nach Angaben von Diplomaten steht noch kein genauer Zeitplan für ElBaradeis Reise fest. Es sei noch unklar, ob der IAEO-Chef die erhofften Zusagen erhalte. Nach seiner Rückkehr aus Nordkorea will ElBaradei voraussichtlich am Freitag in Peking die Mitglieder des Sechser-Abkommens über seine Reise informieren.

Nordkorea hatte die Inspektoren Ende 2002 ausgewiesen und war im folgenden Jahr aus dem Atomwaffensperrvertrag ausgetreten. 2006 hatte das Land einen erfolgreichen Atomtest gemeldet. (APA/dpa)

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