Entführung eines Neugeborenen hielt USA in Atem

13. März 2007, 09:11
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Baby wohlgehalten wieder aufgetaucht

Washington - Die unverfrorene Entführung eines Neugeborenen in den USA hat am Sonntag nach 24 Stunden ein gutes Ende gefunden. Die drei Tage alte und fünf Pfund schwere Mychael wurde am Samstag in einem Krankenhaus in Lubbock (US-Bundesstaat Texas) von einer angeblichen Krankenschwester aus den Armen der arglosen Mutter entführt.

Einen Tag später sei das Baby nach einem Hinweis wohlbehalten in einem Haus in Clovis im benachbarten Bundesstaat New Mexico aufgefunden worden, teilte Polizeisprecher Dan Blair am Sonntag in Clovis mit.

Die Entführerin hatte den Angaben zufolge das Baby bei Bekannten abgegeben und diese gebeten, auf die Kleine aufzupassen. Die Frau sei später an anderer Stelle gefasst worden und befinde sich in Polizeigewahrsam. Das Neugeborene sei sofort in ein Krankenhaus gebracht worden.

Appell an die Entführerin

Die Eltern, die Polizei, das Krankenhaus und die US-Medien hatten zuvor an die Entführerin appelliert, dass das Kind dringend Muttermilch benötige und mit normaler Milch nicht überleben könne.

Am Samstag hatte die vermeintliche Krankenschwester das Neugeborene aus den Armen der Mutter genommen. Es müssten noch einige Tests gemacht werden, hatte die Frau der Mutter gesagt. Danach sei sie mit dem Kind aus dem Zimmer verschwunden, berichtete Polizeisprecher Scott Hudgens.

Die Überwachungskamera des Krankenhaus zeichnete die Entführerin auf. Die Eltern konnten die Afroamerikanerin jedoch nicht identifizieren. In einem Fahrzeug außerhalb des Krankenhauses soll auf die Frau ein Mittäter gewartet haben. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die mutmaßliche Entführerin wurde von Kameras gefilmt.

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