Islamische Glaubensgemeinschaft verurteilt Drohungen

11. März 2007, 14:02
posten

Sprecherin Baghajati: "Wie ein Schlag in die Magengrube" - Österreich verdiene es nicht, da hineingezogen zu werden

Wien - Scharf verurteilt hat die Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich, Carla Amina Baghajati, die in einer Videobotschaft geäußerten Drohungen gegenüber Österreich und Deutschland wegen deren Truppenpräsenz in Afghanistan. Eine solches Verhalten sei schädlich, sie habe "Sorge, dass dies auf die Muslime in Österreich abfärben" könne, erklärte Baghajati am Sonntag gegenüber der APA auf Anfrage.

Es sei für sie wie ein "Schlag in die Magengrube" gewesen, als sie die Aufmacher in den Tageszeitungen über die islamistische Videobotschaft gelesen habe. Sie sei betroffen und besorgt, sagte die Sprecherin der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Auf der anderen Seite könne sie die von den zuständigen Behörden geäußerten Aussagen nur unterstützen, wonach es schwierig sei, eine Bewertung derartiger Gruppen abzugeben.

Solche Terrordrohungen seien in jedem Fall scharf zu verurteilen, betonte Baghajati. Auf die Frage, wie die Muslime in Österreich die Forderung nach einem Rückzug der Soldaten aus Afghanistan bewerten meinte sie, man müsse zwischen legitimen politischen Diskussionen und solchen Drohungen unterscheiden. "Politik kann man nicht mit Terror machen", sagte die Sprecherin und verwies darauf, dass Österreich ein neutrales Land sei, das es nicht verdiene, da hineingezogen zu werden. (APA)

Share if you care.