Teheran: Bagdader Konferenz "konstruktiv"

11. März 2007, 18:49
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"Hauptziel erreicht" - Araqshi: Treffen der Anrainerstaaten auf Ministerebene im April in Istanbul

Teheran - Die internationale Konferenz über Sicherheitsfragen im Irak in Bagdad war laut der iranischen Regierung "ernsthaft und konstruktiv". Die Konferenz vom Samstag habe "ihr Hauptziel erreicht, nämlich die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki zu unterstützen", sagte der stellvertretende iranische Außenminister Abbas Araqshi am Sonntag in Teheran. Man habe ein geplantes Treffen der Anrainerstaaten auf Ministerebene vorbereitet, das nach seinen Worten im April in Istanbul stattfinden soll. Bagdad und Kairo waren auch als Tagungsorte im Gespräch.

Spirale der Gewalt

Bei der Konferenz hatten Diplomaten unter anderem aus den Nachbarländern sowie aus der Region mit Repräsentanten der fünf Ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats darüber gesprochen, wie die Gewalt im Irak eingedämmt werden könnte. Araqshi sagte, nur ein Rückzug der US-Amerikaner aus dem Irak könnte weitere Terroranschläge verhindern und rief die USA auf, einen Zeitplan für den Abzug ihrer Soldaten aufzustellen. Ohne einen Rückzug der US-Truppen werde sich die Spirale der Gewalt im Irak weiterdrehen, sagte der iranische Minister, der an der Konferenz teilgenommen hatte.

Araqshi bestätigte, dass es in Bagdad am Samstag keine direkten Gespräche zwischen US- und iranischen Diplomaten gab. Man habe nur im Rahmen der Konferenz miteinander gesprochen, dabei sei es um das Thema Irak gegangen. An der Konferenz hatten auch Repräsentanten der Arabischen Liga sowie der Organisation der Islamischen Konferenz teilgenommen. (red/APA/dpa)

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