ÖSV-Doppelsieg in Kvitfjell

14. März 2007, 08:51
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Grugger gewinnt den Super G vor Mario Scheiber - Die Weltcup-Duellanten Raich und Svindal scheitern am selben Tor

Kvitfjell - Knapp vor Torschluss doch noch ein Erfolg für Österreichs Ski-Herren im Super G. Und gleich ein doppelter: Der 25-jährige Salzburger Hans Grugger setzte sich in Kvitfjell bei seinem vierten Weltcup-Sieg mit 0,72 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Mario Scheiber und 0,91 auf den Schweizer Didier Cuche durch. Vierter wurde wie in der Abfahrt am Vortag Michael Walchhofer (0,94) vor Hermann Maier (0,95).

Cuche machte im Kampf um den Gesamt-Weltcup Boden auf den führenden Benjamin Raich (1.055 Punkte) gut und ist neuer Zweiter (963). Denn Raich sowie der Norweger Aksel Lund Svindal (nun Dritter, 952) scheiterten am selben diffizil gesetzten Tor und blieben ohne Punktezuwachs. Im Super G liegt Bode Miller (7.) mit 254 Zählern vor John Kucera (178), Scheiber (170), Cuche (168) und Maier (155). Ein Rennen beim Finale kommende Woche in Lenzerheide steht noch aus. Es könnte der letzt Super G im Weltcup werden, spielt sich der Internationale Skiverband doch mit dem Gedanken, diese Disziplin aus dem Programm zu nehmen und nur noch im Rahmen der Super-Kombination durchzuführen.

Raich und Svindal marschierten im Gleichschritt nach zirka 54 Fahrsekunden ins Out. Cuche nützte seine Chance und machte seine am Samstag nach dem Triumph in der Abfahrt geäußerte Ansage wahr, dass er bis zum letzten Rennen nicht aufgeben wird: "Das fühlt sich gut an, schauen wir mal, wie es weitergeht."

Raich konnte nach dem ersten Schreck über seinen Ausfall durchatmen: "Das war gut für mich, dass der Svindal denselben Fehler gemacht hat. Mein Ausfall ist natürlich enttäuschend, ich habe schon bei der Besichtigung gemerkt, dass das Tor ein Problem werden könnte, aber ich habe es dann unterschätzt. Es bleibt spannend. Und ich habe ja immer gesagt, den Cuche darf man nicht vergessen, der hat in Lenzerheide gute Möglichkeiten." Dort stehen noch vier Einzelrennen auf dem Programm.

Bei anders als in der Abfahrt sehr guten Sicht- und Pistenverhältnissen stellte der mit Startnummer fünf ins Rennen gegangene 25-jährige Salzburger Grugger eine Bestzeit auf, an der alle Konkurrenten deutlich scheiterten. "So ein Vorsprung, da muss ich eine super Fahrt erwischt haben. Das kommt jetzt auch für mich ein bisschen überraschend. Ich habe nicht mehr damit gerechnet, heuer noch zu gewinnen. Das gibt mir Extramotivation nach dieser Saison", sagte Grugger.

Mit Michael Walchhofer wie in der Abfahrt auf Platz vier (0,94) und Hermann Maier ("Ein gutes Rennen mit Ausnahme des Mittelteils. Aber ein bisschen mehr wollte ich schon.") auf fünf (0,95) kamen vier Österreicher in die Top Fünf, die ÖSV-Herren sorgten nicht nur für das beste Saisonergebnis in dieser Disziplin, sondern auch den ersten Sieg seit 29. Jänner 2006 in Garmisch-Partenkirchen, als Christoph Gruber erfolgreich war. (APA/red)

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    Hans Grugger: "Das kommt jetzt auch für mich ein bisschen überraschend."

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