Pjöngjang und Seoul wollen Familienzentrum bauen

12. März 2007, 08:58
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Zusammenführung von getrennten Familien geplant

Seoul - Nord- und Südkorea sind übereingekommen, den Bau eines Zentrums für Familienzusammenführungen wieder aufzunehmen. Die Einigung über das Zentrum am Kumgang-Berg etwas nördlich der Demarkationslinie zwischen beiden Ländern sei in zweitägigen Verhandlungen unter Vermittlung des Roten Kreuzes erreicht worden, teilte die Hilfsorganisation am Sonntag mit.

Die vom Süden finanzierten Arbeiten sollen den Angaben zufolge am 21. März wieder aufgenommen werden. In dem Zentrum sollen kurze Treffen von Familien ermöglicht werden, die durch die Teilung zwischen Nord- und Südkorea getrennt wurden. Zudem sollen Möglichkeiten für Familiengespräche über Videotelefonie geschaffen werden.

Nord- und Südkorea sind seit 1945 geteilt, der Krieg von 1950 bis 1953 vertiefte die Spaltung. Erste Familienzusammenführungen gab es nach dem Friedensgipfel im Jahr 2000. Die Arbeiten für das Zentrum am Kumgang-Berg wurden bereits 2005 begonnen, nach dem Atomtest Nordkoreas im Oktober und den darauffolgenden Sanktionen Südkoreas aber unterbrochen. (red/APA)

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