Bewerber mit Schweizer Pass kandidiert

17. März 2007, 12:42
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Doppelstaatsbürger Allenbach tritt als unabhängiger "Kandidat der Provinz" an

Besancon - Der französisch-schweizerische Doppelstaatsbürger Jean-Philippe Allenbach hat die benötigten fünfhundert Unterschriften von gewählten Mandataren beisammen und kann damit als Präsidentschaftskandidat in Frankreich antreten. Allenbach wird hauptsächlich von Bürgermeistern aus dem grenznahen Raum unterstützt, wie sein Wahlkampfleiter Robert Valfrey erklärte: "Diese Leute sind ermüdet vom Duell zwischen Ségolène Royal (PS) und Nicolas Sarkozy (UMP)". Die Gemeindeväter, die auf Allenbach setzten, befürworteten einen Finanztransfer zu Gunsten ihrer Kommunen.

Der 58-Jährige will als unabhängiger "Kandidat der Provinz" antreten. Er hatte seine Bewerbung bereits im November in Genf angekündigt. Sein Wahlkampfbudget beträgt 100.000 Euro. Allenbach wollte schon 2002 für das Präsidentenamt kandidieren; damals brachte er die erforderlichen Unterstützungserklärungen nicht zusammen. Der Finanzfachmann hatte 1998 die "Föderalistische Partei Europas" gegründet, von der er sich 2006 trennte.

Wer bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am 22. April antreten will, muss beim Verfassungsrat 500 Unterschriften von gewählten Mandataren (Abgeordnete, Senatoren, Regionalräte oder Bürgermeister) einreichen. Viele Kandidaten, unter ihnen nach eigenen Angaben der Chef der rechtsextremen Nationalen Front (FN), Jean-Marie Le Pen, haben große Schwierigkeiten, genügend Unterschriften bis zum Stichtag, dem 16. März, zusammen zu bekommen. (red/APA/sda)

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