Schwarzer Tag für die Sabres

17. März 2007, 19:22
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Buffalo schlitterte in zweite Heimpleite en suite - Vanek blieb gegen Minnesota ohne Scorer-Punkt

Buffalo - Die Buffalo Sabres und ihr österreichischer Goalgetter Thomas Vanek haben in der National Hockey League (NHL) gegen Minnesota Wild einen "Schwarzen Freitag" erlebt. Der Spitzenreiter der Eastern Conference musste sich dem Ex-Klub von Vaneks steirischem Landsmann Christoph Brandner mit 1:5 geschlagen geben und schlitterte nach dem 2:3 gegen die Colorado Avalanche am Mittwoch in die zweite Heimpleite en suite.

Vanek, der die Sabres-interne Schützenliste mit 34 Toren anführt, blieb in mageren 14:02 Minuten Eiszeit nicht nur ohne Torschuss und Scorer-Punkt, sondern stand auch bei drei Gegentreffern auf dem Eis. Für Minnesota, das in der Western Conference auf Platz sechs vorstieß, war es hingegen der zweite Auswärtssieg innerhalb von 24 Stunden, am Donnerstag war man bei den Boston Bruins 2:1 erfolgreich geblieben.

Dabei war in der HSBC-Arena in Buffalo Downtown wieder einmal alles für ein großes Eishockey-Fest angerichtet, die Heimstätte der Sabres mit 18.690 Fans auch im 35. Heimspiel der laufenden Saison ausverkauft. Vanek, der das Donnerstagtraining leicht angeschlagen hatte auslassen müssen, stürmte in der dritten Linie mit Derek Roy und Drew Stafford. Die Hausherren machten vom Eröffnungs-Bully an Druck, mit dem ersten Torschuss der Gäste durch Dominic Moore (5.) setzte es aber die sprichwörtliche kalte Dusche.

Minnesota behielt diese beeindruckende Effektivität bei, der zweite Torschuss bedeutete das 2:0 (15.) und wieder war es Wild-Center Moore. Von diesem Schock erholten sich die Sabres nicht mehr. Im Mittelabschnitt leitete Vanek mit einem verhängnisvollen Fehlpass einen Konter der Gäste ein, der zu einem Penalty führte. Gaborik (35.) scheiterte aber an Buffalo-Keeper Ryan Miller, der wiederum im Schlussdrittel nach einem Doppelschlag zum 0:4 durch Demitra (44.) und Carney (48.) von Sabres-Headcoach Lindy Ruff aus dem Tor genommen und durch Debütant Ty Conklin ersetzt wurde.

Center-Stürmer Michael Ryan (57.) gelang zwar noch der Ehrentreffer für die enttäuschenden Sabres, in der letzten Minute stellte Todd White in Unterzahl aber noch den 5:1-Endstand für Minnesota her. Vanek wollte weder seine eigene Blessur dramatisieren ("Das ist nur eine Kleinigkeit, die mich nicht wirklich behindert"), noch die Verletzungsmisere des Teams als Entschuldigung gelten lassen.

"Ich glaube nicht, dass das ausschlaggebend war. Wir haben jetzt schon seit einem Monat sehr viele Verletzte und trotzdem viele Spiele gewonnen. Wir haben heute einfach einen schlechten Tag erwischt", erklärte der 23-jährige NHL-Exportschlager und gab sich gewohnt selbstkritisch: "Ich selbst habe heute, wie das gesamte Team, sehr schlecht gespielt. Wir haben einfach nichts zusammengebracht. Wir haben zwar oft aufs Tor geschossen, es hat aber nichts dabei herausgeschaut. Minnesota hat im Gegensatz dazu jede Chance genützt."

Vor dem nächsten Heimspiel am Samstag gegen den Conference-Zweiten New Jersey Devils wusste Vanek aber: "Es sind 82 Spiele pro Saison, so eine Partie kann einmal passieren. Wir müssen diese Niederlage so schnell wie möglich abhaken. Morgen ist wieder ein neuer Tag, an dem wir es besser machen müssen." Sein Trainer Lindy Ruff zollte den Gästen aus Minnesota, die übrigens zum ersten Mal seit Oktober 2003 in Buffalo angetreten waren, Respekt: "Sie haben in der Defensive unglaublich gut gespielt, hart gearbeitet und verdient gewonnen." (APA)

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