Pjöngjang verlangt Ende von US-Finanzsanktionen

12. März 2007, 08:58
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Atom-Unterhändler Kim Kye Gwan: Wir würden uns sonst zu 'angemessenen Gegenmaßnahmen' gezwungen sehen"

Peking - Nordkorea hat im Streit um sein Atomprogramm die Aufhebung der US-Finanzsanktionen gefordert. Falls die einseitig verhängten Strafen nicht vollständig beendet würden, werde sich sein Land zu angemessenen Gegenmaßnahmen gezwungen sehen, sagte der nordkoreanische Atom-Unterhändler Kim Kye Gwan am Samstag in Peking. Welche Schritte dies sein könnten und ob dazu ein Abrücken von der zugesagten Stilllegung des wichtigsten Kernreaktors in Nordkorea gehören könnte, ließ er offen.

Kim äußerte sich während eines Zwischenstopps auf seiner Rückreise von Gesprächen in New York über die Umsetzung einer am 13. Februar geschlossenen Vereinbarung. Diese sieht vor, dass das kommunistische Land binnen 60 Tagen unter internationaler Aufsicht Schritte zum Abbau seiner Atomanlagen unternimmt. Im Gegenzug soll es millionenschwere Wirtschaftshilfen und Energielieferungen erhalten.

Konten gesperrt

Im Zuge der Einigung hatte die US-Regierung auch versprochen, innerhalb von 30 Tagen eine Lockerung ihrer Finanzsanktionen zu prüfen, die die jüngsten Bemühungen um eine Einigung im Atomstreit belastet hatten. Die USA hatten nordkoreanische Konten bei einer Bank in Macau (Macao) eingefroren, weil sie in dem Institut einen wichtigen Akteur in angeblichen Geldwäsche-Aktivitäten Nordkoreas sahen.

An den Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm sind auch China, Russland, Japan und Südkorea beteiligt. (APA/Reuters)

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    Der nordkoreanische Atom-Unterhändler Kim Kye Gwan.

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