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16. März 2007, 13:15
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Für das Gros der österreichischen Bevölkerung ist Architektur nichts anderes als teurer Zierrat auf der Fassade

Für das Gros der österreichischen Bevölkerung ist Architektur nichts anderes als teurer Zierrat auf der Fassade, eine verrückte Selbstverwirklichung des Architekten und ein exklusives Luxusgut, das man zum Häuslbauen nicht unbedingt braucht. Die Bestrebungen, dieses Klischeebild zu korrigieren, laufen im Hintergrund schon seit Jahren auf Hochtouren. Im Rahmen des Architekturfestivals "Turn On", veranstaltet von der Architekturstiftung Österreich, soll heute Samstag bereits zum fünften Mal eine Lanze für die heimische Architektur gebrochen werden. Kuratorin und Initiatorin von "Turn On", Margit Ulama, erklärt: "Österreich hat ein tolles Potenzial, aber die Rahmenbedingungen gehören noch optimiert und ausgebaut." Um Österreich wirklich zu einer Top-Architekturnation auszubauen, müsse man noch einmal nachlegen. Nicht zuletzt sei dies eine Initiative, die sich direkt an die Bevölkerung wendet.

Heute Nachmittag sind im RadioKulturhaus Projektvorträge von rainer pirker architeXture & AllesWirdGut, HansGangoly, Froetscher Lichtenwagner, Hermann und Johannes Kaufmann, Boris Podrecca, Peter Lorenz, gerner°gerner plus, Ganahl Ifsits Larch und rajek barosch fina, Gerhard Steixner, Hans Kupelwieser, Anna Detzlhofer und Max Rieder, Heinz Tesar, Hertl.Architekten, UNStudio und AS-IF berlinwien zu hören. Den Höhepunkt bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema: Identität der österreichischen Architektur. (woj/Album, DER STANDARD, Printausgabe, 10./11.3.2007)

RadioKulturhaus, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien, 13 bis 22 Uhr. Eintritt frei.

Link
nextroom.at/turn-on

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