Regierung verhindert weiter UN-Truppe in Darfur

13. März 2007, 20:23
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Staatschef Bashir antwortet auf Brief UN-Generalsekretär Ban Ki- Moon

New York - Trotz der anhaltenden Gewalt in Darfur widersetzt sich die Regierung in Khartum offenkundig weiter einem Einsatz von Blauhelmsoldaten in der sudanesischen Krisenprovinz. In einem lange erwarteten Antwortbrief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bekräftigte der sudanesische Präsident Omar al-Bashir offensichtlich sein Nein zu dem vom Weltsicherheitsrat beschlossenen Einsatz.

UN-Sprecherin Marie Okabe sagte am Freitag in New York, der Brief enthalte positive Elemente, was politische Gespräche und die humanitäre Hilfe angehe. Es gebe aber auch Elemente, die den geplanten Friedenseinsatz gefährden könnten. Weitere Angaben wollte sie zunächst nicht machen.

Dem Brief liegt ihren Worten zufolge ein 14 Seiten langer Anhang bei. Dieses Papier müsse zunächst übersetzt werden, sagte Okabe. Erst dann könne Ban mit dem Sicherheitsrat über mögliche weitere Schritte sprechen.

Der UN-Generalsekretär hatte Bashir schon am 24. Jänner um eine Stellungnahme zu dem geplanten gemeinsamen Friedenseinsatz von Afrikanischer Union (AU) und Vereinten Nationen gebeten. Die Antwort ließ aber wochenlang auf sich warten.

Bashir blockiert bereits seit Monaten den Beschluss des Weltsicherheitsrats vom August 2006, Blauhelme nach Darfur zu entsenden. Bisher ist nur die Afrikanische Union in der sudanesischen Krisenregion vertreten, ihre Kräfte gelten aber als bei weitem nicht ausreichend. Die gemischte Truppe soll bis zu 20 000 Mann umfassen. Nach Angaben der UN sind bei den Kämpfen in Darfur bisher rund 200.000 Menschen getötet und 2,5 Millionen vertrieben worden. (APA/dpa)

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