Fernost-Metropolen Spitzenreiter beim Wachstum

27. März 2007, 12:49
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PwC-Prognose: Bis 2020 stärkstes Wachstum in den Boomtowns der Schwellenländer - Tokio und New York bleiben führend bei Wirtschaftsleistung

Frankfurt/Wien - Städte in den Schwellenländern werden im kommenden Jahrzehnt Schrittmacher der Weltwirtschaft sein. Tokio, New York, London, Paris und andere Metropolen der etablierten Industriestaaten werden zwar auch 2020 die Rangliste der wirtschaftlich stärksten Städte prägen, in den Großstädten der Schwellenländer wächst die Wirtschaft jedoch deutlich dynamischer, so das Ergebnis einer Studie, die die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) heute, Freitag, in Frankfurt präsentiert hat.

Alle 30 wachstumsstärksten Städte liegen demnach in den Schwellenländern. Spitzenreiter ist die nordchinesische Industriestadt Changchun mit einem Zuwachs der kaufkraftbereinigten Wirtschaftsleistung von 6,9 Prozent pro Jahr bis 2020. Insgesamt ist China in dieser Rangliste mit zehn Städten vertreten, Indien mit neun und Indonesien und Vietnam mit jeweils zwei Städten.

Wien soll zurückfallen

Wien, die einzige im Ranking vertretene österreichische Stadt, wird mit seiner Wirtschaftskraft bis 2020 laut Prognose vom 50. auf 65. Rang zurückfallen. Die Wachstumsrate wird mit 2,1 Prozent angegeben. Wien liegt damit beispielsweise noch vor den vier im Ranking vertretenen deutschen Städten, die bis 2020 weiter zurückfallen. Berlin wird sich von Rang 69 auf 86 verschlechtern, Hamburg von 77 auf 95 und München von 83 auf 100. Köln fällt der Prognose zufolge vom 121. auf den 134. Platz der weltweit 151 wirtschaftsstärksten Städte. Auch andere europäische Metropolen wie Amsterdam, Kopenhagen oder Rom bis 2020 zählen zu den Absteigern.

Bei allen Unsicherheiten, mit denen Prognosen verknüpft sind, unterstreicht die Studie die wachsende Bedeutung der Stadt für die Weltwirtschaft. Bereits im Jahr 2005 erwirtschafteten die 30 wirtschaftlich stärksten Städte gemeinsam etwa 16 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung, die "Top 100" kamen sogar auf 25 Prozent. Bis 2020 dürfte dieser Anteil deutlich wachsen. (APA)

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