Jüdisches Museum ehrt Jakov Lind

12. März 2007, 16:43
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Posthume Verleihung des Theodor Kramer-Preises, Filmvorführung, Lesungen und Benefiz-Auktion

Wien - "Salut für Jakov Lind" sollte es am kommenden Dienstag (13. März) anlässlich des 80. Geburtstages des Exil-Autors im Jüdischen Museum Wien heißen. Nach seinem überraschenden Tod am 16. Februar in London wurde die Veranstaltung, in deren Rahmen Lind auch der Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Exil verliehen hätte werden sollen, neu konzipiert. Nun lädt das Jüdische Museum zu einer Gedenkveranstaltung. Posthum wird Jakov Lind den Theodor Kramer-Preis verliehen bekommen, den seine Tochter Oona Napier-Lind entgegen nehmen wird.

Auf dem Programm

Aus Werken des Autors lesen Andrea Eckert, Kirsten Dene und Peter Turrini, ebenso wird der 1972 entstandene Film "Personenbeschreibung: Jakov Lind" von Georg Stefan Troller aufgeführt. Darüber hinaus kommt es auch zu einer Benefiz-Auktion von Papierarbeiten von Jakov Lind, der sich ab den frühen 70er Jahren intensiv mit der Aquarellmalerei auseinander gesetzt hatte. Der Erlös fließt an den Betreuungsfonds von Jakov Lind. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Theodor Kramer-Gesellschaft, des Literaturhauses Wien und des Jüdischen Museums Wien.

Lind, der 1927 als Heinz Landwirth in Wien zur Welt kam, zählt zu den wichtigen Exil-Schriftstellern des vergangenen Jahrhunderts. Zu Jakov Linds Arbeiten zählt u.a. der 1962 erschienene Erzählband "Eine Seele aus Holz ...", "Landschaft in Beton" (1963), "Israel. Rückkehr für 28 Tage" (1972), "Der Ofen. Eine Erzählung und sieben Legenden" (1973) und "Im Gegenwind" (1997). Lind war Träger zahlreicher Würdigungen, darunter auch der Goldenen Ehrenmedaille der Stadt Wien. (APA)

Gedenkveranstaltung für Jakov Lind. 13. März, 19 Uhr. Jüdisches Museum Wien, 1., Dorotheergasse 11.
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