Britische Mecom übernimmt Mehrheit an Deutscher Zeitungsholding

19. März 2007, 15:15
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Investorengruppe VSS verkauft restliche Anteile um 160 Millionen Euro - VSS steigt im Gegenzug mit Minderheitsanteil bei Mecom ein

Die Finanzgruppe Mecom um den britischen Investor David Montgomery wird Mehrheitseigentümerin der BV Deutsche Zeitungsholding, zu der die "Berliner Zeitung", der "Berliner Kurier" und die "Hamburger Morgenpost" gehören. Mecom, die bisher 15 Prozent an der Deutschen Zeitungsholding gehalten hatte, übernimmt von der Investorengruppe Veronis Suhler Stevenson (VSS) die restlichen Anteile. Der Kaufpreis betrage 160 Millionen Euro, VSS erwerbe im Gegenzug einen Minderheitsanteil an Mecom, teilten beide Unternehmen am Freitag in Berlin mit.

Paneuropäische Mediengruppe

Dem Vertrag muss noch das Bundeskartellamt zustimmen. Beide Seiten rechnen damit, dass er ab Mitte April rechtskräftig werden kann. Die Deutsche Zeitungsholding wird durch diese Veränderung ein Teil der Mecom Mediengruppe, die außerdem in den Niederlanden, Norwegen, Dänemark und Polen vertreten ist.

"Die Übernahme der Mehrheit bei der Deutschen Zeitungsholding ist der nächste Schritt unserer Strategie, eine paneuropäische Mediengruppe auf- und auszubauen", sagte Mecom-Chef Montgomery. "Wir denken verlegerisch und langfristig und beabsichtigen, unsere Aktivitäten europaweit weiter auszudehnen." Mecom ist nach eigenen Angaben auf Erwerb und Weiterentwicklung von europäischen Medienunternehmen spezialisiert.

"Die Weitergabe unserer Anteile an der Deutschen Zeitungsholding an Mecom und unser Einstieg bei der Mecom Group ist die logische Weiterentwicklung unserer Partnerschaft", sagte VSS-Partner Marco Sodi. Mecom habe sich innerhalb kurzer Zeit zu einem führenden Unternehmen in der europäischen Medienlandschaft entwickelt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Zeitungsholding, Peter Skulimma, sagte, die Übernahme bedeute Kontinuität für die weitere Entwicklung. (APA/dpa)

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