Einsatz für iranische Frauenrechtsaktivistinnen

21. März 2007, 12:50
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Prammer fordert bedingungslose Freilassung der Verhafteten

Wien - In einem Brief an ihren Teheraner Amtskollegen, den iranischen Parlamentspräsidenten Gholamali Haddad-Adel, hat Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) für im Iran festgehaltene Frauenrechtsaktivistinnen interveniert. Das teilte die Parlamentskorrespondenz am Donnerstag mit.

Am Sonntag war eine friedliche Kundgebung von iranischen Frauenrechtsaktivistinnen von der Polizei gewaltsam aufgelöst worden. Dabei wurden rund 30 Frauen festgenommen, eine Frau wurde offenbar verletzt. Zu ähnlichen Vorfällen war es bereits im Juni und im Juli des Vorjahres gekommen.

Wie ein Anwalt in Teheran unterdessen mitteilte, sind 28 der am Sonntag festgenommenen Frauen zumeist gegen Kaution wieder auf freiem Fuß und drei noch in Haft. Den Freigelassenen sei untersagt worden, an einer Kundgebung anlässlich des Weltfrauentags am Donnerstag teilzunehmen.

Besorgnis

Prammer drückt in dem Schreiben ihre tiefe Besorgnis über wiederholte Verstöße gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung und gegen die Versammlungsfreiheit im Iran aus. Die Nationalratspräsidentin fordert die Verantwortlichen im Iran auf, ihren diesbezüglichen internationalen Verpflichtungen nachzukommen.

Anlässlich des Internationalen Tags der Frau erinnerte sie zudem an das Prinzip der Nichtdiskriminierung auf Grundlage des Geschlechts. Sie hoffe, dass die Frauen, die offenbar wegen ihrer Teilnahme an einer friedlichen Kundgebung festgehalten werden, unverzüglich und ohne Bedingungen freigelassen und alle damit im Zusammenhang stehenden Anklagen fallen gelassen werden. (APA)

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