Dachausbauten: Wien mit Service-Telefon zum VwGH-Urteil

12. März 2007, 17:53
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Bauordnung soll in den kommenden Monaten novelliert werden

Wien - Die Stadt Wien reagiert auf die Bestimmungen des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH) zu den Dachausbauten.

Unter der Nummer 01/4000/Dw.8037 wurde ein Telefonhotline für Bauwerber mit laufenden Verfahren eingerichtet. Die VwGH-Entscheidung bringt teils drastische Beschränkungen bei der erlaubten Kubatur. Die Bauordnung soll daher rasch novelliert werden.

Konkret geht es um jene Bestimmung, die trapezförmige Dachausbauten mit einem Dachflächen-Winkel von 45 Grad erlaubt. Nach Ansicht des VwGH ist nun unter bestimmten Umständen nur noch eine Dreiecksform möglich, was das größtmögliche Volumen massiv schrumpfen lassen würde. Gemäß Paragraf 81, Absatz 4 der Bauordnung gilt das dann, wenn im Bebauungsplan "eine besondere Bestimmung über die Höhe oder die Form der Dächer" festgesetzt ist.

Das Erkenntnis des VwGH fuße auf einer neuen Interpretation eines Passus der Wiener Bauordnung, nicht jedoch auf inhaltlichen Argumenten, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Betroffen von der neuen Regelung seien alle Projekte, für die noch keine Baubewilligung vorliege.

Das Ziel sei es, möglichst rasch eine Lösung im Interesse aller Beteiligten - Anrainer, Mieter und Bauträger - zu erreichen, so Ludwig: "Dadurch soll es wieder möglich sein, Dachgeschossausbauten - natürlich unter Berücksichtigung von Anrainerinteressen und der Wahrung des Stadtbildes - auch mit der bisher gewohnten Kubatur zu realisieren und damit Wohnraum zu schaffen."

Für Bauwerber mit offenen Verfahren sowie für alle Fragen zum VwGH-Erkenntnis geben Experten unter 01/4000/Dw.8037 Auskunft, und zwar von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 bis 15.30 Uhr. Im Internet werden Informationen dazu ab Freitagnachmittag unter bauen.wien.at abrufbar sein. (APA)

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