Wiener Hotellerie im europäischen Vergleich billig

8. März 2007, 15:39
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ÖHV-Präsident wünscht sich höhere Logisbeiträge in der Hotellerie

Wien - Die Wiener Hotels sind nach Ansicht der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) im Vergleich mit Paris oder Rom zu günstig. "Von einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 225 Euro wagt die Wiener Hotellerie gar nicht zu träumen", so der ÖHV-Präsident Peter Peer am Mittwoch über kürzlich von hotels.com veröffentlichte Zimmerpreise. Im Schnitt liege die Bundeshauptstadt bei den Top-Destinationen in Europa nur an 14. Stelle. Dementsprechend will die ÖHV höhere Logis-Erträge.

Der Hotel Price Index (HPI) der Hotelbuchungsplattform hotels.com zeichne ein "völlig falsches Bild von den Wiener Zimmerpreisen", erklärte Peer heute in einer Aussendung. Vielmehr wäre eine Preissteigerung in der Wiener Hotellerie dringend notwendig, so der ÖHV-Chef. "Wien hat bei den Zimmerpreisen im internationalen Vergleich absolut Nachholbedarf." Der Durchschnittspreis für ein Hotelzimmer in Wien liege bei etwa der Hälfte der in Paris oder bei zwei Drittel der in Rom verlangten Preise.

Die Durchschnittspreise in der von hotels.com genannten Größenordnung scheinen zurzeit nicht realistisch, mutmaßt Peer. Laut einem HotelBenchmark Survey von Deloitte unter 19 europäischen Top-Destinationen aus dem Jahr 2006 liege Wien beim Durchschnittspreis an 14. Stelle von insgesamt 19 Städten.

Die Österreichische Hoteliervereinigung vertritt die Interessen von 1.070 Betrieben der Ferien-, Konzern-, und Stadthotellerie. (APA)

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