Thailand feiert erstes künstlich gezeugtes Elefantenbaby

8. März 2007, 14:23
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Elefantenschutzzentrum in Lamphang will durch künstliche Befruchtung den Gen-Pool der thailändischen Elefanten vergrößern

Bangkok - Thailand feiert ein neu geborenes 100-Kilogramm-Baby - den ersten Elefanten, der in dem Land nach künstlicher Befruchtung geboren wurde. Der "Kleine" erblickte am Mittwochabend das Licht der Welt, sagte Sittidej Mahasawangkul, Cheftierarzt des Elefantenschutzzentrums in Lampang, rund 500 Kilometer nördlich von Bangkok, am Donnerstag.

Das Zentrum wolle durch künstliche Befruchtung unter anderem den Gen-Pool der thailändischen Elefanten vergrößern. Elefanten sind schon in anderen Ländern erfolgreich künstlich befruchtet worden.

Keine Begeisterung bei Elefantenfreunden

Die Stiftung "Freunde des thailändischen Elefanten" war nicht begeistert. "Was soll das? Wir haben genug Elefanten hier, die sich natürlich vermehren können", sagte deren Direktorin Soraida Salwala. Sie fürchtet vor allem Schwindel durch skrupellose Tierhändler: die könnten in der Wildnis geborene Elefanten in Zukunft als "künstlich gezeugt" deklarieren, was ihnen eine Ausfuhrgenehmigung sichere. Nur in der Wildnis geborene Elefanten dürfen nicht exportiert werden. In Thailand gibt es etwa 5.000 Elefanten, die Hälfte davon in der Wildnis. (APA/dpa/Red)

  • Der einen Tag alte, rund 100 Kilogramm schwere Zuwachs im Elefantenschutzzentrum in Lampang.

    Der einen Tag alte, rund 100 Kilogramm schwere Zuwachs im Elefantenschutzzentrum in Lampang.

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