OLEDs lösen Glühbirne und Leuchtstoffröhre ab

20. März 2007, 15:39
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Neues Fertigungskonzept soll Technologie billiger und effizienter machen - Neue Produktionsmethoden für günstigere OLEDs

Im Rahmen des kürzlich gestarteten Projekts Rollex arbeiten deutsche Technologie-Unternehmen und Forschungseinrichtungen an einer neuen Produktionsweise für OLEDs. Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien für die Herstellung hocheffizienter und gleichzeitig sehr preisgünstiger OLEDs. "Bisher werden OLEDs auf festen Substraten wie Glas produziert. Der neue Weg soll eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung unter Verwendung eines flexiblen Substrats ermöglichen", erklärt Anke Lemke, Sprecherin des OLED-Technologie-Vorreiters Novaled. Die bisher in der Display-Branche verwendeten OLEDs sollen in einigen Jahren schließlich Glühbirnen und Leuchtstoffröhren ablösen.

Energiefrage

Dresdner Forschungseinrichtungen und namhafte Industriepartner arbeiten gemeinsam daran, mit neuen Technologien den besonderen Anforderungen des allgemeinen Beleuchtungsmarktes gerecht zu werden. Mittelfristig sollen OLEDs eine energiesparende und kostengünstige Alternative zu aktuellen Leuchtmitteln darstellen. Mit dem Rolle-zu-Rolle-Konzept sollen deutlich geringere Beschichtungskosten als mit den für Displays verwendeten Cluster- und Inline-Konzepten erreicht werden. Als weitere kostensparende Maßnahme ist die Verwendung von preisgünstigen Aluminiumfolien als Substrat zur Abscheidung der organischen Leuchtdioden geplant.

Effizient

"Lichtquellen auf Basis organischer elektroluminiszierender Materialien bieten das Potenzial, eine hohe Lichtstärke bei geringem Energieverbrauch auf mechanisch flexiblen Substraten zu ermöglichen", meint Projektleiter Karl Leo vom Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) an der TU Dresden. "Aufgrund der exzellenten Erfahrungen unserer Partner und durch eine möglichst komplette Wertschöpfungskette vom Anlagenbauer, über OLED-Technologieentwickler bis hin zu Anwendern werden wir in der Lage sein, die herausragende Wettbewerbsposition der deutschen OLED-Industrie wesentlich voran zu bringen. Durch die Zusammensetzung des Konsortiums und die technologischen Ansätze soll eine Verwertung durch eine Fertigung von auf OLED basierender Beleuchtung in Deutschland ermöglicht werden."

Dünner

Die sehr junge OLED-Technologie bereitet in der Display-Branche den Weg zu dünnen, rollbaren Bildschirmen. OLEDs überzeugen nicht nur durch ihre Energieeffizienz, sondern auch bei Farbe und Kontrast. "Mittelfristig werden OLEDs auch in den Beleuchtung eine wichtige Rolle spielen", ist Lemke überzeugt. Hier steht man jedoch noch am Anfang der Entwicklung. Bis dahin ist noch einiges an Forschungsarbeit zu leisten, um die Herstellungsprozesse zu optimieren. "Anwendung werden OLEDs zuerst in Designerprodukten finden. Architekten oder Dekorateure warten schon jetzt gespannt auf die Möglichkeiten, die ihnen die neuen Beleuchtungskörper bieten werden", sagt Lemke. Von der individuellen Raumgestaltung bis zur Leuchttapete ist vieles denkbar. (pte)

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