SPÖ interessiert finanzielle Vereinbarung mit Stadler

15. März 2007, 11:38
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SP-Bundesgeschäftsführer wirft FPÖ "fleißiges Abkassieren" vor - FP-Vilimsky: "Saubere Lösung"

Wien - Der Austritt Ewald Stadlers aus der FPÖ hat am Donnerstag auch das Interesse der SPÖ geweckt. Bundesgeschäftsführer Josef Kalina forderte in einer Aussendung die Offenlegung der finanziellen Vereinbarung zwischen Stadler und Parteichef Heinz-Christian Strache. Dadurch würden der FPÖ 400.000 Euro mehr an Klubförderungen bleiben, ein "fauler Kompromiss auf Kosten der Steuerzahler", meinte Kalina.

"Stadler tritt aus der FPÖ aus, aber bleibt parteifreier Abgeordneter im FPÖ-Parlamentsklub, damit die FPÖ weiterhin jährlich 400.000 Euro mehr an Klubförderung vom Staat kassiert", ärgerte sich der rote Bundesgeschäftsführer und wollte wissen: "Können wir von der ersten Politik-Brachlandprämie sprechen?" Die "Partei der Anständigen und Fleißigen" sei in den letzten Jahren vor allem durch fleißiges Abkassieren aufgefallen. Mit dem "im wahrsten Sinne des Wortes wilden Abgeordneten Stadler" würden nun drei Spaltprodukte des Dritten Lagers im Nationalrat sitzen, so Kalina.

Vilimsky: Stadler hat Recht auf parlamentarischen Mitarbeiter

Die FPÖ hat Unverständnis über diese jüngste Forderung von Josef Kalina gezeigt. Stadler habe das Recht auf Personal, meinte Vilimsky dazu und warf Kalina vor, "anscheinend keine Ahnung von Parlamentarismus" zu haben.

"Ich halte das für eine saubere Lösung", so Vilimsky weiter, Stadler habe neben dem moralischen Recht auf einen parlamentarischen Mitarbeiter auch jenes auf Infarstruktur. An die Adresse Kalinas richtete der blaue Generalsekretär, dass sich die FPÖ gefreut hätte, wäre dessen Partei auch im Streit um die Förderung der FPÖ-Parteiakademie so engagiert gewesen.

Versuche, Stadler zum Wiedereintritt zu bewegen, gibt es laut Vilimsky derzeit keine. "Wenn jemand wie er das macht, wird er sich das voll und reiflich überlegt haben." (APA)

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