Stohl und die Freude auf Schotter

11. März 2007, 23:30
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Der Wiener geht zuversichtlich in den WM-Lauf in Mexiko, der auf seinem bevorzugten Untergrund bestritten wird

Leon - Ford geht bei der Mexiko-Rallye von Freitag bis Sonntag im Raum Leon auf den dritten Sieg in Serie in der WM 2007 los. Nach dem Auftakterfolg des dreifachen Weltmeisters Sebastien Loeb in Monte Carlo für Citroen (C4), gewann in Schweden Marcus Grönholm und in Norwegen Mikko Hirvonen. Manfred Stohl freut sich auf die erste Schotter-Rallye des Jahres, nach Platz drei im Vorjahr strebt der 34-Jährige im Citroen Xsara WRC mit Copilotin Ilka Minor auch heuer dort seinen ersten Podestplatz an.

Das Duo des OMV Kronos Citroen World Rally Teams ist für den WM-Lauf auf Lieblingsuntergrund zuversichtlich, bisher hat es in dieser Saison mit den Rängen 10, 7 und 12 jedoch noch nicht nach Wunsch geklappt. "Es wird sicher sehr interessant. Vor allem bin ich gespannt, wie die Kräfteverhältnisse auf Schotter sind. Ich bin auf jeden Fall auf alles vorbereitet. Und natürlich stimmt das Selbstvertrauen, wenn du weißt, dass du hier schon auf dem Podium warst." In Mexiko wird in einer Höhe zwischen 1.500 und 2.700 m gefahren, was der Rallye zusätzliche Brisanz gibt.

Aigner betritt Neuland

Als Dritter der Gruppe N hat Andreas Aigner (Mitsubishi EVO IX) Norwegen verlassen, allerdings zählte der Lauf nicht zur P-WRC. In Mexiko geht es hingegen wieder um Punkte. Die Rallye ist Neuland für den Steirer, deshalb wurden intensiv Onboard-Aufzeichnungen studiert, die Aigner-Mentor Armin Schwarz bei seinem Antreten 2004 gemacht hat.

"Das war sehr hilfreich. Da konnte ich mir ein erstes Bild machen, was mich dort erwartet. Die Prüfungen sind teilweise sehr schnell, der Schotter nicht grob, sondern sehr sauber, was dem Gruppe-N-Auto sicher entgegen kommt. Ganz schwer einzuschätzen sind dagegen die Grip-Verhältnisse", erzählte der Pilot, der im ersten WM-Lauf der N-Wertung in Schweden nicht gepunktet hat. "Die Chance, in der Meisterschaft ganz vorne mit zu mischen, ist nach wie vor gegeben. Vorausgesetzt, ich kann diesmal unter die ersten Drei fahren - und das ist mein erklärtes Ziel."

In Mexiko stehen an drei Tagen insgesamt 366,06 Sonderprüfungs-Kilometer in 20 SP auf dem Programm. Grönholm, Hirvonen und Loeb, die Top 3 in der Fahrer-Wertung, sind auch die Sieganwärter. 2006 hatte sich Loeb vor dem Norweger Petter Solberg (Subaru) durchgesetzt, dem es in Mittelamerika immer gut gegangen ist (Sieg 2005, Vierter 2004). "Mit diesem WM-Lauf beginnt für das Team eine neue Phase und ich hoffe, wir können für den Rest der Saison darauf aufbauen", sagte der aktuelle Gesamt-Fünfte, der erstmals den Subaru Impreza WRC 2007 zum Einsatz bringen wird. Grönholm oder Hirvonen wollen die Siegesserie von Ford im ersten der neun Schotter-Events des Jahres fortsetzen. (APA)

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