Strache will am Frauentag Rechte der Väter stärken

12. März 2007, 13:32
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Für FP-Chef ist Thema Frauen "untrennbar" mit Familie und Männern verbunden - Erneute Bejahung eines "Müttergehalts" neben Kinderbetreuungsgeld

Wien - Die FPÖ fordert zum Weltfrauentag mehr Geld für die Familien. Parteichef Heinz-Christian Strache schlug bei einer Pressekonferenz am Donnerstag ein "Müttergeld" oder "Müttergehalt" zusätzlich zum Kinderbetreuungsgeld vor. Ausgezahlt werden soll es bis zum vierten Lebensjahr des Kindes, in welcher Höhe lässt Monika Mühlwerth von der Initiative Freiheitlicher Frauen (iFF) offen und will das noch "durchrechnen": "Es wäre uns vorgeschwebt ein Gehalt von 1.000 Euro, aber das ist wirklich schwer zu finanzieren."

Gewalt gegen Frauen durch "Zuwanderer"

Für ein Gratis-Kindergartenjahr vor Schulbeginn plädierte die Wiener Landtagsabgeordnete Veronika Matiasek. Außerdem will sie, dass bei allen Wohnungs-Neubauten und -Sanierungen Räume für Tagesmütter eingeplant werden. Am Beispiel von "Zwangsehen" beklagte Strache zudem, dass Gewalt gegen Frauen häufig von Zuwanderern ausgehe, "die aus anderen Kulturkreisen kommen, die mit unserem Frauenbild wenig anfangen können".

Nicht "abqualifizieren"

Mit dem "Müttergehalt" könne die Gesellschaft ein "Zeichen der Wertschätzung" für jene Frauen setzen, die ihre Berufslaufbahn zwecks Kinderbetreuung unterbrechen, betonte Strache. Es sei "skandalös", dass die politische Konkurrenz diese Personen als "Mütterchen am Herd" abqualifiziere. Verbessern müsse man aber auch die Situation der Wiedereinsteigerinnen, forderte Strache, und auch berufstätige Mütter dürfe man nicht "abqualifizieren".

Daher fordert Strache auch mehr Kinderbetreuung und bessere Arbeitsbedingungen. Beispielsweise müssten viele Handelsangestellte bis 21 Uhr arbeiten und hätten mit einem Kind keine "Wahlfreiheit" zwischen Beruf und Familie mehr, sondern "nur die Wahl, zu kündigen".

Rechte der Väter stärken

Verbessern will Strache außerdem die Situation von geschiedenen Vätern, die ihre Kinder nicht sehen dürfen. Man müsse "bei Trennungen sicher stellen, dass es gleiche Rechte für Mütter und Väter gibt", forderte der FP-Chef und sieht auch das als Beitrag zum Frauentag, denn: "Dahinter stehen Großmütter die ihre Enkel nicht sehen dürfen." Außerdem ist für Strache das Thema Frauen "untrennbar" mit den Themen Familie und Männer verbunden. (APA)

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    FP-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache sieht das "Thema Frauen" an die "Themen Familie und Männer" gekoppelt.
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