
Link: DATUM - Seiten der Zeit
Bereits am 13. Februar 2007 war beim Vereinsreferat der Bundespolizeidirektion Linz die Meldung des neuen Vereins "SOS Abendland" eingegangen (Zentrales Vereinsregister-Nummer 898040565). Der Sitz befindet sich in der Linzer Grabnerstraße. Den öffentlich einsehbaren Statuten nach will sich der als "gemeinnützig" deklarierte Verein unter anderem um die "Bewahrung und Pflege der angestammten, einheimischen Volkskultur unter Einbeziehung der Volkskulturen der autochthonen Sprachkulturen" kümmern.
Die Aktivitäten von Helmut Golowitsch, Jahrgang 1942, reichen laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) vom zum Teil behördlich aufgelösten, neonazistischen "Bund heimattreuer Jugend" bis zur in Österreich verbotenen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) – bei beiden war er Mitglied.
Golowitsch ist den Behörden im Jahr 1979 durch die Verteilung eines so genannten "Sonderblattes" in der Linzer Innenstadt aufgefallen, in dem der Holocaust relativiert und verharmlost wurde. Golowitsch bestreitet heute, die Zeitung je verteilt zu haben. Er hat sich auch in der rechtsextremen "Deutschen National-Zeitung" für die Begnadigung von NS-Kriegsverbrechern eingesetzt, und war später Referent bei der als rechtsextrem eingestuften "Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP)".
Stellungnahme von Golowitsch
Golowitsch hat sich unterdessen bei DATUM und derStandard.at gemeldet und die folgende Stellungnahme geschickt, die im Wortlaut wiedergegeben wird:
"Der Verein 'Bund heimattreuer Jugend Oberösterreich', welchem ich kurze Zeit als Schüler angehörte, löste sich selbst im Jahre 1960 auf (Aktenzahl Sid/Ver-186/2 - 1960). Er wurde also nicht behördlich aufgelöst. Der NDP gehörte ich in der Gründungsphase kurze Zeit an und trat mit Schreiben vom 17.4. 1977 aus, weil mir die Entwicklung dort nicht zusagte. Das von Ihnen zitierte 'Sonderblatt' habe ich nicht verteilt. Einen Aufruf für die Amnestierung von ehemaligen Kriegsverbrechern habe ich aus humanitären Beweggründen unterschrieben. Keinesfalls rechtfertige ich solche Taten. Sowohl das Dokumentationszentrum des österreichischen Widerstandes als auch der Buchautor Scharsach hatten mich als Rechtsextremisten bezeichnet und in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt und mußten vor Gericht diesbezügliche Ehrenerklärungen abgeben. (Landesgericht für Strafsachen Wien, Aktenzahl 6bE Vr 9956/79 Hv 24/81 sowie 9aE Vr 11813/96 Hv 6944/96) Das österreichische Innenministerium hat wiederholt Rechtsextremismus als politische Haltung in Verbindung mit dem Nationalsozialismus definiert. Auch in der Öffentlichkeit wird dies so aufgtefaßt.
Ich lege Wert auf die Feststellung, daß ich den Nationalsozialismus ebenso wie alle anderen totalitären Ideologien und Regime verabscheue."
Neubauer: Überparteilicher Verein für Nikolo und Krampus
Werner Neubauer hat in einer Stellungnahme gegenüber derStandard.at betont, dass der Verein auf Grund seiner Initiative ins Leben gerufen werde. Ausschlaggebend sei das damalige Auftrittsverbot von Nikolaus und Krampus in Kindergärten gewesen. Der überparteiliche Verein soll sich dem Schutz von Bräuchen wie etwa Perchtengruppen und Goldhauben widmen und es sollen auch die der österreichischen Minderheiten miteinbezogen werden. Dazu sei auch eine Broschüre geplant.
Golowitsch sei als Proponent für die Vereinsgründung deswegen von Neubauer gefragt worden, weil er mit ihm befreundet ist und weil er "ein hervorragender Volkskundler, der sich mit Trachten auskennt" sei. Strache sei auf den Plan für den Verein beim FP-Neujahrstreffen aufmerksam geworden, bei dem sich Neubauer, der als Vereinsobmann fungieren möchte, als Nikolo verkleidet hatte.
Strache erfreut über Vereinsgründung
Strache selbst zeigte sich schon im Jänner in einer Aussendung zum Neujahrstreffen erfreut über die Gründung von "SOS Abendland". Die Zuwanderer hätten sich an die Österreicher anzupassen und nicht umgekehrt, so der FPÖ-Chef damals weiter im Text. "Wenn wir hier nichts ändern, werden wir in zwanzig Jahren zu Fremden in der eigenen Heimat." Er verwies auch auf die Ausländerkriminalität. Jeder straffällige Asylwerber müsse ohne Einspruchsmöglichkeit abgeschoben werden. (red)
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die welt nach der rettung des abendlandes...
trachtentragende, im gleichtakt noch ein schwechater am würstelstand trinkend, zu einer der bundesligamannschaften haltend, mit einem starren grinsen um nicht-abweichung bemühte leute...
danke für die bewahrung und verfestigung...
brrrrr.
"Der Verein 'Bund heimattreuer Jugend Oberösterreich', welchem ich kurze Zeit als Schüler angehörte, löste sich selbst im Jahre 1960 auf (Aktenzahl Sid/Ver-186/2 - 1960). Er wurde also nicht behördlich aufgelöst. Der NDP gehörte ich in der Gründungsphase kurze Zeit an und trat mit Schreiben vom 17.4. 1977 aus, weil mir die Entwicklung dort nicht zusagte. Das von Ihnen zitierte 'Sonderblatt' habe ich nicht verteilt. Einen Aufruf für die Amnestierung von ehemaligen Kriegsverbrechern habe ich aus humanitären Beweggründen unterschrieben. Keinesfalls rechtfertige ich solche Taten. Sowohl das Dokumentationszentrum des österreichischen Widerstandes als
als auch der Buchautor Scharsach hatten mich als Rechtsextremisten bezeichnet und in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt und mußten vor Gericht diesbezügliche Ehrenerklärungen abgeben. (Landesgericht für Strafsachen Wien, Aktenzahl 6bE Vr 9956/79 Hv 24/81 sowie 9aE Vr 11813/96 Hv 6944/96) Das österreichische Innenministerium hat wiederholt Rechtsextremismus als politische Haltung in Verbindung mit dem Nationalsozialismus definiert. Auch in der Öffentlichkeit wird dies so aufgtefaßt. Ich lege Wert auf die Feststellung, daß ich den Nationalsozialismus ebenso wie alle anderen totalitären Ideologien und Regime verabscheue."
Pappenschuster E.H.C. Tarsch betritt die Bühne.
Ein Passant: Hearn´s Sie! Sie kenn ich doch. Ihr Photo hab ich öfters gsehen in letzter Zeit. Sie san doch politisch gebüdet. Was sagen Sie dazu?
E.H.C. Tarsch: „Wir miassn des Abendland retten und i hob scho an Plan. Wir machen so Slogans wie „Pummerin statt Muezzin“oder „Daham statt Islam“. Und was Positives brauch ma aa. „Jeder Nazi is mei Bazi““, (an einen plötzlich auftauchenden Mann mit insbesondere im Bereich der Wangen stark bandagiertem Kopf gewandt) „wos sogst dazu?“
Der Bandagierte: "Ur-supaaa-aua-aua-aua.... Jetzt samma de Nähte wieder aufplotzt. So a Schaaaa – aaaaah..."
(Solcherart Blut für die Rettung des Abendlandes vergießend verschwinden die drei von der Bühne).
...der Generalsekretär mit dem unaussprechlich deutsch-arischen Namen an einen vorbeikommenden bekannten Schriftsteller gewandt: „Essen Sie, ... verdammt, wier haast der gach no amoi?“
(Der Schriftsteller geht ungerührt weiter).
Der Generalsekretär: „Ah, ham Sie leicht kaan Hunger?“
Ich bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich Karl Kraus war, denn er bezeichnete das als Epilog zur dritten Walpurgisnacht...
apropos nikolaus und so.. bzw bräuche..
es gibt schon in innsbruck meines wissens einen club der versucht den santa klausi so klein wie möglich zu halten.. und das christkind ihre stellung zu lassen..
die sind, auch wieder meines wissens :) , nicht rechts zuzuordnen..
also gründen die rechten schon klubs weil ihnen die anderen brauchschützer zu viel bräuche schützen und weniger das germanische?
versteh nix
naja solang es gegen ausländische kulturen und bräuche ist.. wirds "uns" wohl schon passen..
indem sie unser Brauchtum , an dem nichts schlecht ist, derart mißbraucht haben, dass ,wer immer daran festhält, automatisch ins rechte Eck gestellt wird.
Vielleicht sollte man einmal eine Diskussion darüber führen, ob es zulässig ist, dass Typen wie die in der FPÖ, das alleinige Deutungsrecht über unsere alten Sitten und Bräuche haben.
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