Gefälschte Wein-Raritäten

19. Juli 2007, 16:42
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Weinsammler hält Raritäten unter anderem aus der Sammlung des amerikanischen Gründungsvaters Thomas Jefferson für Fälschungen. Die US-Behörden ermitteln

New York - Vorgebliche Wein-Raritäten, die sich als billige Fälschung entpuppt haben sollen, rufen die US-Ermittlungsbehörden auf den Plan. Sowohl die Bundespolizei FBI als auch die Justiz hätten Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Gewährsmann am Dienstag. Er bestätigte damit Berichte des "Wall Street Journal".

Ein Anlass für die Untersuchung war offenbar die Klage des Weinsammlers William Koch, nach dessen Ansicht Spuren des Skandals nach Deutschland führen. Koch beschwerte sich vor einem Gericht in Manhattan, ihm seien Fälschungen als äußerst seltener Wein verkauft worden. Für fünf Flaschen, unter denen auch solche aus einer Sammlung des amerikanischen Gründungsvaters Thomas Jefferson sein sollten, habe er mehr als eine halbe Million Dollar (380.662 Euro) bezahlt.

Laufende Untersuchungen

Koch gab der Klage zufolge an, die vermeintlich edlen Tropfen von Weinhändlern und einem Auktionshaus bezogen zu haben. Die Händler, von denen er die angeblichen Jefferson-Weine erworben habe, hätten ihm versichert, dass diese Originale seien. Sie hätten erklärt, die Flaschen kämen vom deutschen Händler Hardy Rodenstock.

Eine Anwältin Rodenstocks lehnte eine Stellungnahme unter Verweis auf die anhaltenden Untersuchungen ab. Zur Aussage vor Gericht wurden laut "Wall Street Journal" sowohl Sammler von Wein-Raritäten als auch einige der führenden Auktionshäuser vorgeladen. (APA/AP)

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