Daggi und das Klima

13. März 2007, 16:11
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Ausgegangene Haare werden nicht mehr aus dem Waschbecken gespült

Die Stunde des Nassrasierens ist wieder da. Bruno Kreisky erklärte dies einst (während der Erdölkrise Mitte der 70er-Jahre) zu seinem Beitrag zum Energiesparen (später, in der Pension, hat er dann ganz aufs Rasieren verzichtet und sich einen Patriarchenbart zugelegt).

Die diversen Promi-Umfragen ("So retten wir das Klima") fördern ähnliche Vorschläge zutage. Dagmar Koller z.B. verzichtet darauf, jedes Mal ihre ausgegangenen Haare aus dem Waschbecken zu spülen. Der Planet wird es ihr danken. Was Helmuti dazu sagt, wurde leider nicht berichtet. Das Schöne an Österreich ist, dass sich alles immer irgendwie ins Herzige wendet.

Die Aufforderung von Umweltminister Josef Pröll, auf private (Flug-)Fernreisen zu verzichten und (implizit) in Österreich mit dem Auto Urlaub zu machen, hatte schon einen hohen Herzigkeitsfaktor. Die von Gusenbauer und Molterer mutig in die Welt hinaus getragene Idee einer Flugzeugbenzin-Steuer steht da schon auf Platz 2 (sie wird nicht kommen, und wenn sie kommt, wird sie auf die Konsumenten überwälzt; geflogen wird genauso viel).

Wahrscheinlich gibt es auch seriöse Maßnahmen, wir werden sie nur bei uns selten lesen. (Hans Rauscher/DER STANDARD Printausgabe 8.3.2007)

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